Ab 15. Mai dürfen die Gastronomen in Österreich und damit auch in Vorarlberg wieder Gäste bewirten. In der Schweiz geht es sogar noch schneller, nach Ankündigung vom 29. April können Gastrobetriebe hier bereits ab dem 11. Mai vorsichtig wieder öffnen. Unter Auflagen, natürlich. Trotzdem ein Lichtblick für die Gastronomen in der deutschen Bodenseeregion, die auch darauf warten, endlich wieder loslegen zu können. Aber sie müssen noch geduldig sein, denn in Deutschland wird über eine mögliche schrittweise Öffnung von Restaurants frühestens am 6. Mai entschieden.

Die Öffnungszeiten der Restaurants und Cafés in Österreich sind auf 6 bis 23 Uhr beschränkt, immerhin. Auch in der Schweiz wird die Öffnung durch ein „etappiertes Schutzkonzept begleitet“. Pro Tisch sind in beiden Ländern maximal vier Personen erlaubt – in der Schweiz inklusive, in Österreich plus Kindern. Während sich die Österreicher mit einem Mindestabstand der Tische von einem Meter begnügen (auch nicht sooo viel …) werden in der Schweiz ein Abstand von 2 Metern zwischen den Gästegruppen und trennende Elemente verlangt. Eine freie Platzwahl wird zunächst nicht möglich sein: Die Tische werden zugewiesen.

Das Service-Personal muss in Österreich Mundschutz tragen, die Gäste dagegen nur beim Betreten und Verlassen des Lokals und beim Toilettenbesuch. Solange sie am Tisch sitzen, können sie selbstverständlich den Mundschutz abnehmen. In der Schweiz hingegen gibt es bislang keine Maskenpflicht.
Für beide Länder gilt, dass an Theken oder Bars stehen, verboten bleibt, die Gäste also alle an Tischen sitzen müssen. Man muss sich vorerst auch auf eher spartanische Gedecke einstellen und das Nachwürzen der Speisen fällt flach. So gab es schon Vorgaben aus Österreich, dass irgendwelche Gegenstände auf den Tischen, die gemeinsam genutzt werden – Salzstreuer etwa – nicht erlaubt sind. Grundsätzlich wird geraten, dem Lokal einen geplanten Besuch anzukündigen.

Egal, wie groß die Einschränkungen auch sein mögen, was zählt ist, dass es überhaupt ermöglicht wird, mal wieder ein Restaurant besuchen zu dürfen. Wer sich noch nicht entscheiden kann, wo er sein erstes Mal zelebrieren möchte, findet in der aktuellen SEEZUNGE tolle Gastrotipps – für Vorarlberg, die Schweiz und natürlich auch für die deutsche Bodenseeregion.

Die seezunge 2020 ist erhältlich über den örtlichen Buch- und Zeitschriftenhandel, in allen Geschäftsstellen der Schwäbischen Zeitung oder per E-Mail unter m.peschers@seezunge.de

Der Preis: 9 € / 11 SFr. Einzelversand: 2,50 € Zuschlag.

Foto: Michael Schrodt (Einstein Gourmet, St. Gallen)