Was passiert mit Möbeln, wenn eine Wohnung aufgelöst wird? Oft landen sie im Container oder verstauben auf dem Dachboden – und das ist schade, findet Michael Casagranda. Gemeinsam mit seiner Frau Anna und ihren Freunden Markus und Susanne Schelling gründete er deshalb Raubein: einen Ort, an dem alte Möbel eine neue Chance bekommen.

In der Werkstatt in Hard wird geschliffen, geschraubt und lackiert, bis die Fundstücke eben nicht aussehen wie neu. Schließlich machen die Gebrauchsspuren ihren Charme aus. Hier verwandelt sich ein Sprungkasten aus der Sporthalle in eine elegante Sitzbank, einer verstaubten Verkaufstheke wird neues Leben eingehaucht, eine Trockenhaube bekommt ihren neuen Auftritt als Stehlampe.

Was nach einer guten Geschäftsidee klingt, hat nichts mit Profit zu tun. Raubein ist ein Herzensprojekt, dem die vier neben ihren Berufen nachgehen. Mit ihren Einnahmen decken sie ihre Kosten, ein großer Teil des Gewinns wird gespendet. Momentan sind die Türen zwar geschlossen, doch alle Möbel und ihre Geschichten findet man online – und bald soll die Werkstatt wieder zum Ort der Begegnung werden. „Unsere Möbel kommen fast immer von älteren Menschen. Da möchten wir gerne etwas zurückgeben“, so Casagranda. Deshalb sind Projekte zum Basteln, Kochen und Beisammensein geplant – für Möbelliebhaber jeden Alters.

Raubein – Industrie- und Vintagemöbel KG
Alte Straße 53
A-6971 Hard
www.raubein.at