Ausstellung verlängert …

Mit dem temporären Einfrieren des öffentlichen Lebens während der Corona-Pandemie hat der Begriff „Auszeit“ neue Konnotationen erhalten, die der rumänische Künstler Dan Perjovschi (*1961) in seinen zeichnerischen Interventionen pointiert kommentiert.

Die Gruppenausstellung „Auszeit – Von Pausen und Momenten des Aufbruchs“ im Kunstmuseum Ravensburg widmet sich – ausgehend von der Sammlung Selinka – der vielschichtigen Bedeutung des Begriffs. Werke des 20. und 21. Jahrhunderts zeigen das Spannungsfeld der Auszeit mit Augenblicken des Genusses und des Müßiggangs bis hin zu Formen des Protests und des Widerstands.


Die Ausstellung ist in vier Kapitel gegliedert: „Freizeitidyll: von Alltagsfluchten und Orten der Auszeit“, „Why work? Vom Wert der Auszeit“, „Wahrnehmungsverschiebungen: Zum Eigensinn der Kunst“ und „How to Be in the Moment? Von Präsenzerfahrungen und Strategien der Entschleunigung“. Die Werke verdeutlichen humorvoll und kritisch die Elemente des vielschichtigen Freizeit- und Vergnügungsgeschehens. Die Bandbreite reicht von expressionistischen Werken bis zu zeitgenössischen Positionen.

Mit Arbeiten von Marina Abramović, Bas Jan Ader, Cosima von Bonin, Natalie Czech, Alejandro Cesarco, Die Tödliche Doris, Otto Dix, William Engelen, FORT, Valeska Gert, Rodney Graham, Axel Heil, Sophia & Franziska Hoffmann, Christian Jankowski, Ernst Ludwig Kirchner, Barbara Klemm, Friedrich Kunath, Mark Leckey, Otto Mueller, Ernesto Neto, Yoko Ono / John Lennon, Max Pechstein, Dan Perjovschi, Karl Schmidt-Rottluff, Situationistische Internationale, Mladen Stilinović, Grace Weaver, Erwin Wurm und Andrea Zittel.

17.04.– 15.08.
D-88212 Ravensburg

www.kunstmuseum-ravensburg.de

Beitragsbild: Grace Weaver, lust for lite, 2015, Öl auf Leinwand, 200 x 240 cm, Privatsammlung c Grace Weaver | Foto Roman Maerz, Courtesy Soy Capitán, Berlin