CH – Zürich | Avocado, die Superfrucht mit den beachtlichen inneren Werten, wird seit einiger Zeit regelrecht gehypt.

Sogar Avocado-Restaurants gibt es schon. Dennoch haben jetzt erste Zürcher Restaurants die Avocado von der Speisekarte gestrichen, allen voran das Hiltl.

Der Grund: Die Frucht, die vor allem aus (wasserarmen) Ländern wie Mexiko und Spanien bezogen wird, hat eine verheerende Umwelt-Bilanz. Für ein Kilo Avocados werden 1000 Liter Wasser benötigt. Und mehr als 80 Prozent des deutschen Avocado-Imports – im Container aufwendig runtergekühlt auf sechs Grad Celsius – legen Tausende Kilometer zurück, bevor sie auf dem Teller landen. Das lukrative Geschäft mit den Trend-Früchten hat in Mexiko längst auch die Drogenclans auf den Plan gerufen – schließlich bringt ein Hektar Avocado-Bäume einen Ertrag von rund 4900 Euro jährlich.