D – Konstanz | bis 27.08. | In stimmungsvollen Gemälden hält der Maler Karl Einhart die Landschaft seiner Heimat, dem Bodensee, fest. In der Wessenberg Galerie erhält er nun anlässlich seines 50. Todestages eine Retrospektive mit dem Titel „Dem See treu – Karl Einhart und seine Weggefährten“.

Karl Einhart: Selbstbildnis, 1967

Ein Besuch bei dem Porträtisten Ernst Würtenberger weckte in Karl Einhart als Sohn einer Fischerfamilie schon früh die Liebe zur Malerei. Von 1903 bis 1910 studierte er an verschiedenen Kunstakademien und lernte von unterschiedlichen Malern seiner Zeit. Einhart, der trotz den Stilmerkmalen der Moderne in seiner Kunst stets gegenständlich blieb, malte vor allem Landschaften, Portraits, Stillleben und Akte. Durch diese unverfänglichen Motive und seiner nicht-provozierenden Kunst konnte Einhart auch während dem Nationalsozialismus malen und wurde nicht als entartet definiert. In seiner Geburtsstadt Konstanz finden sich außerdem zahlreiche Hauszeichen, zum Beispiel in der Hussenstraße 18. Die Ausstellung zeigt zudem einige Buchillustrationen und Einbände von ihm.

Kar Einhart: Blick auf die Insel Mainau

Durch seine vielen Lehrer lässt sich Einhart schwer auf eine Stilrichtung festlegen und präsentiert ein abwechslungsreiches Werk. Während seiner Zeit am Bodensee war er in zahlreichen Künstlervereinigungen und unter den ansässigen Malern sehr gut verknüpft. So war er zum Beispiel Gründungsmitglied der expressionistischen Vereinigung „Breidablik“, sowie Gründer der Gruppe „Der Kreis“. Seine zahlreichen Weggefährten, die ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sind, waren unter anderem Ernst Graf, Walter Matysiak, Hans Purrmann und Rose Marie Stuckert-Schnorrenberg.

05.05.-27.08., Di-Fr 10-18 Uhr, Sa+So 10-17 Uhr | Wessenberg Galerie, Wessenbergstraße 43, D-78462 Konstanz | +49 (0) 7531 900 376 | www.konstanz.de

Fotos: Stiele-Werdemann