Anfang Mai war es verkündet worden: Die Spielzeiten der Südwestdeutschen Philharmonie und des Theaters Kontanz sind vorzeitig beendet – eine Ausnahme sollte es allerdings mindestens geben.

Der Konstanzer Gemeinderat hatte auf Empfehlung der Stadtverwaltung hin diese schwierige Entscheidung gefällt. Nur die Freilichtaufführung „Hermann der Krumme oder Die Erde ist rund“ auf dem Konstanzer Münsterplatz darf noch stattfinden, so die Ansage. Hierfür hatten sich die Macher um Noch-Intendant Christoph Nix mit einem Sonderkonzept ins Zeug gelegt.

Seit die baden-württembergische Kunstministerin Theresia Bauer nun verkündet hat, dass Kunstveranstaltungen „in kleinen Formaten“ mit weniger als 100 Besuchern ab 1. Juni stattfinden dürfen, gibt es viel Theater ums Theater … So einfach, schön und gut ist es nämlich dann doch nicht, wie es sich zunächst angehört hat. Vor dem Lockdown Mitte März waren bereits die Vorbereitungen für „Wein und Brot“ im Stadtheater, sowie für „König Baabu“ in der Spiegelhalle und „Weismann und Rotgesicht“ in der Werkstatt angelaufen. Jetzt war alles auf Eis und seit dem vorzeitigen Spielzeitende ins Archiv gelegt worden. Durch die gelockerten Auflagen sieht sich das Theater nun aber sowohl Schauspielern als auch den Regisseuren und den Theaterverlagen gegenüber verpflichtet, die Spielzeit 2019/20 wieder aufzunehmen. Nicht zuletzt, um Verluste zu minimieren und sicher auch, wie es Christoph Nix im Zusammenhang mit den Münsterfestspiel jüngst formuliert hatte: „Wir arbeiten nicht, weil wir müssen, sondern weil wir verschiedene Kunstformen in die Welt bringen wollen.“ (th/ms)

Theater Konstanz

Südwestdeutsche Philharmonie

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Foto: Rob Laughter (Unsplash)