Was macht eigentlich Dieter Bös? Der Tausendsassa der KOKO-Gang, die gut 40 Jahre lang dafür sorgten, dass Konstanz auch namentlich in den Event-Kalendern auftauchte?

Das Konzertbüro Konstanz (KOKO) veranstaltete das Zeltfestival, „Rock am See“, Events zwischen Mannheim und Ulm, von Robbie Williams bis Moop Mama und das erste Konzert im neu eröffneten Bodenseeforum Konstanz.

Zu seinem neuesten Coup: die Foo Fighters nach Bern zu holen verlost akzent Tickets!

Verlosung:

Dank Dieter Bös kommen die Foo Fighters für ein einziges Konzert in 2018 in die Schweiz und spielen am 13. Juni im Berner Stade de Suisse – und ihr könnt dafür Karten gewinnen!

Füllt einfach das Formular aus, Einsendeschluss ist der 06. Juni, 12 Uhr.

Viel Glück!

(Hinweis: Eure Daten werden nur zum Zweck der Verlosung verwendet und anschließend wieder gelöscht. Wir speichern keine Namen oder Mailadressen und geben keine Daten an Dritte weiter!HIER gelangt ihr zu den vollständigen Teilnahmebdingungen: https://akzent-magazin.com/teilnahmebedingungen-ab-18-jahren/)

Was macht nun Dieter Bös?

Nachdem er und sein Konstanzer Kompagnon Armin Nissel KOKO mit lautem Knall verkauft hatten, wurde es etwas still in den hiesigen Konzertsälen. Schweigsam auch die alten Kritiker, die bei öffentlich geförderten Konzerten – die KOKO ebenfalls mitorganisiert hat – stets Bereicherung witterten. Blöd, dass genau diese Event-Reihen vom knallhart kommerziell denkenden Nachfolger Vaddi-Concerts sofort eingestellt wurden, „weil sie Liebhaberei waren und sich nicht rechneten“. KOKO hatte vieles „einfach mal so mitgemacht“.

Apropos machen: Beide Macher können‘s nicht ganz lassen. Während Armin Nissel wieder direkt als Veranstalter auftritt, arbeitet Dieter Bös lieber im Hintergrund: als Dienstleister, „neudeutsch Consultant“, wie er entspannt erzählt.

So hilft er ehrenamtlich als Programmverantwortlicher bei der Kreuzlinger Jazzmeile genauso wie bei seinen langjährig gehegten und gepflegten Events, die er bereits zu KOKO-Zeiten unterstützte: Vorneweg das „Stimmen-Festival“ in Lörrach, wo er Namen wie Robert Plant ins Dreiländereck lotst. Oder das größte Blech-Open-Air Deutschlands in Traunstein, wo er moderne Blasmusik wie die bereits erwähnte Blech-Hiphop-Combo Moop Mama zu neuen Erfolgshorizonten führen darf: „Dieses Jahr ist das Brass Wiesn Festival bald ausverkauft“. Das freue ihn natürlich, „vor allem für meine Freunde aus Traunstein, die einen so langen Atem bewiesen haben. Bei solchen Herausforderungen helfe ich gerne.“

Für die Stadtkapelle Markdorf managt er zum 150-Jährigen ein Open Air, zu dem passenderweise auch moderne Blech-Ensembles wie LaBrassBanda nicht fehlen dürfen. Dazu Gentleman, Max Mutzke feat. Monopunk und natürlich auch – alte Bekanntschaft – die Südwestdeutsche Philharmonie. Noch ältere Bekanntschaft obendrein: OTTO und die Friesenjungs. Apropos: beim Freiburger Open Air treten Die Toten Hosen auf, früher bei „Rock am See“ im Konstanzer Stadion immer eine sichere Bank …

Für die Oberschwabenhallen-Macher organisiert er unter anderem Max Goldt, der am 4. Mai in Ravensburg gastiert. Als ich versuche, Dieter Bös auf dem Weg nach Frankfurt zum Telefoninterviewtermin zu erreichen, ist besetzt: „Sorry, aber grad rief Max Goldt an.“ „Irgendwie ist Dein Arbeitsalltag doch wie früher“, frotzle ich. „Ähnlich viele Sitzungen, Planungen, Konzepte – das stimmt schon“, bestätigt er. „Allerdings nicht mehr ganz so viel im Detail – und auch das unternehmerische Risiko ist weniger drückend.“

Doch Bös begreift sich ohnehin schon „immer als Dienstleister“. Heute „bin ich halt weiter Ideengeber, mache Programme und helfe, wo ich kann und Lust dazu habe.“ Seine Dienstleistung spricht sich rum, unter Freunden, alten Bekannten, Machern. Dann heißt es: „Frag doch mal den Dieter …“

Text: Markus Hotz | Foto: Corinna Konzett