Klare Rahmenbedingungen und eine umfassende Absicherung für die Durchführung von Festivals fordert die Swiss Musik Promoters Association (SMPA) in ihrem dringenden Appell vom 4. Februar. Sie wollen wissen, unter welchen Voraussetzungen Schweizer Festivals regulär und mit voller Kapazität ohne Social Distancing durchgeführt werden können und erwarten von den Behörden eine Strategie für den Sommer 2021.

In der SMPA mit Sitz in St.Gallen sind die wichtigsten Schweizer Konzert-, Show- und Festivalveranstaltenden vereint. 2019 organisierten die vierundvierzig Mitglieder in allen Landesteilen knapp zweitausendeinhundert Großveranstaltungen für 5,6 Millionen Besucher. Entsprechend sieht sich die Veranstaltungsbranche als wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Schweiz, der Arbeits- und Ausbildungsplätze sichert. Zu den SMPA-Festivals zählen am Bodensee beispielsweise das “Openair Frauenfeld” und das “OpenAir St.Gallen”.

Nach Ansicht der SMPA ist das Jahr 2021 nicht mit dem Vorjahr zu vergleichen: “Es gibt bessere Behandlungsmöglichkeiten, die Testoptionen entwickeln sich stetig weiter und die Impfungen laufen. In Kombination mit den zu erwartenden tieferen Fallzahlen in den Sommermonaten schafft dies für den Sommer 2021 eine andere Ausgangslage”. Und sie machen Druck, noch im Februar wollen sie Antworten. Um größtmögliche Klarheit für ihre Planung des Festivalssommers zunächst bis Mitte Juli 2021 zu haben, verlangen sie deshalb “eine transparente, praxistaugliche Strategie der Behörden mit dem Ziel, Veranstaltungen sicher und unter schweizweit einheitlichen Bedingungen durchzuführen”. Bei Nichtdurchführung brauche es eine Ausfallentschädigung mit hundertprozentiger Schadensdeckung, damit Festivals für die Zukunft erhalten bleiben. (gö)

www.smpa.ch

Beitragsbild: Hanni Naibaho