Der größte Festival-Kalender für die Bodenseeregion und Oberschwaben (D-A-CH)

Ein Sommer ohne Festivals ist wie der Bodensee ohne Wasser: ziemlich trocken. So war es leider im Sommer 2020. Wo normalerweise kaum ein Wochenende vergeht, an dem nicht irgendwo draußen Musik zelebriert wird, musste wegen Corona fast alles abgesagt werden. Nun hoff(t)en alle auf den Sommer 2021.

Wie geht es weiter?

Auf Tuchfühlung feiern – gemeinsam mit tausenden Menschen? Irgendwie gerade unvorstellbar, noch sind wir alle auf Abstand. Aber viele Veranstalter, Musiker und Bands hoffen auf ein Licht am Ende des Tunnels: auf den Rückgang der Infektionszahlen und mehr Sicherheit durch flächendeckende Impfungen. Kurzum darauf, im Sommer 2021 wieder richtig oder zumindest mit Schutzmaßnahmen durchstarten zu können. Bislang sieht es leider noch nicht danach aus. Viele große Festivals, wie das Southside in Neuhausen ob Eck oder das Open Air St.Gallen wurden für 2021 gecancelt. Termine bzw. Line-Ups einfach auf ein späteres Datum oder ins nächste Jahr zu verschieben, ist leichter gesagt als getan. Wenn sich dann die Veranstaltungen ballen, wird die Buchung der Künstler schwierig, weil diese vielfach langfristige Planungen haben und nicht zeitgleich auf verschiedenen Bühnen stehen können. Nicht leicht für Veranstalter unter diesen Voraussetzungen in die Planung zu gehen. Sie fordern Planungssicherheit und brauchen finanzielle Unterstützung. Die Schweizer Veranstalter schlossen sich in der “Taskforce Culture” zusammen und appellieren für mehr Absicherung vom Bund.

Befeuert wurde die Debatte um mehr Unterstützung für Veranstalter in Deutschland mit durch den Ticketverkäufer CTS Eventim, der die Möglichkeit fordert, dass Corona-Geimpfte früher auf Großveranstaltungen gehen dürfen als Nichtgeimpfte. Solange nicht jedem Bürger ein Impfangebot gemacht werden kann, will die Bundesregierung über diesen Vorstoß nicht diskutieren. Auch der Ethikrat lehnt aktuell Lockerungen für Geimpfte ab.

Alle Festivals am See

Wir aktualisieren unseren Festival-Kalender regelmäßig. Termine von Festivals, die uns noch nicht bekannt sind, sind gekennzeichnet und werden baldmöglichst ergänzt. Die Planung in 2021 ist weiter für viele Veranstalter schwierig und abhängig von den Infektionszahlen. Noch stehen deshalb einige Entscheidungen aus.

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Alle Festivals im Überblick:

Gemischte Musik

Februar:

  • Nordklang Festival |pausiert in 2021 | 11.-12.02.2022 | St. Gallen | www.nordklang.ch

April:

Mai:

Juni:

Juli:

August:

September:

Elektro:

Metal/Rock:

Folk/Blues:

Hip-Hop:

Klassik:

Jazz:

Dancehall/Reggae:

Volksmusik/ Schlager:

Einzelne Konzerte:

Die Festival-Geschichte:

Der Begriff „Festival“, abgeleitet vom englischen „feast“ (dt. Festmahl, Feiertag) entstand im 16. Jahrhundert. Das erste Festival, das in etwa unserer heutigen Vorstellung entspricht, ist das Klassikfestival Feis Ceoil, das seit 1897 jährlich in Irland stattfindet. Den eigentlichen Beginn der westlichen Festival-Kultur verorten viele in den USA der 1950er Jahre mit dem Newport Jazz und Newport Folk Festival. Eine wichtige Rolle spielt natürlich auch das Woodstock 1969 im Bundesstaat New York. Um diese Zeit schwappte die Festival-Welle schließlich über England nach Europa über.

Maßgeblich mitverantwortlich für die ausgeprägte Festivallandschaft im Süden Deutschlands war die Konzertagentur KOKO & DTK Entertainment mit Sitz in Tübingen und Freiburg. Mitbegründer und ehemaliger Geschäftsführer in Konstanz Dieter Bös, der Koko Ende 2016 abgegeben hat und gemeinsam mit Xhavit Hyseni unter der Firmierung Kokon Entertainment seit Anfang 2020 neu durchstartet, bestätigt, was in den vergangenen Jahren immer offensichtlicher wurde: „Mehr und mehr Leute wollen auf Festivals, gleichzeitig steigt das Interesse daran, welche zu veranstalten.“

Der Boom:

Warum das Phänomen „Festival“ wachsenden Zuspruch findet, hat unterschiedliche Gründe. Generell geht der Trend auch in anderen Freizeitbereichen, zum Beispiel in der Gastronomie, hin zu Open Air, wie Dieter Bös feststellt. Freiluftveranstaltungen bieten eine entspannte Atmosphäre, um eine kurze Auszeit vom Alltag zu nehmen und mit Freunden Spaß zu haben. Für einige stellt ein Festivalbesuch eine willkommene Alternative zum klassischen Sommerurlaub dar. Ferner möchten Musikliebhaber jeder Richtung gerade im digitalen Zeitalter ihre Idole immer öfter live erleben. Letztendlich regelt die Nachfrage das Angebot. Und das ist breitgefächert. Festival-Gänger sind nach wie vor meist junge Menschen. „Allerdings bleiben die Leute heutzutage viel länger jung, so kommt es durchaus vor, dass sich eine Freundesclique in den Mittvierzigern ein Wohnmobil mietet und auf ein Festival fährt“, sagt Dieter Bös. Aufgrund der hohen Beliebtheit von Open-Air-Events rät er, sich frühzeitig um Karten zu kümmern.

Titelbild: Matthias Rhomberg