D – Singen | Pepe Danquart, Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Oscar-Preisträger – den gewann er 1994 für seinen Antirassismus-Kurzfilm „Schwarzfahrer“ – feiert am 13. Juli mit seinem neuen Kinofilm Premiere: „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner.“

Pepe Danquart wird 1955 in Singen am Hohentwiel geboren. Nach der Schule geht er nach Freiburg und lebt dort 14 Jahre lang in einer Kommune. Sie gründen das Filmemacher-Kollektiv „Die Medienwerkstatt“, gehören zu den Pionieren des Videofilms. In diesem radikal politischen Filmkollektiv entstehen mehr als 30 Dokumentarfilme und Kunstvideos, an denen Danquart als Autor, Regisseur und Produzent beteiligt ist. Die Filme erhalten unter anderem 1987 den Dokumentarfilmpreis der deutschen Filmkritik fürs Gesamtwerk der Medienwerkstatt Freiburg. In dieser Zeit studiert er von 1975-1981 Kommunikationswissenschaften an der Uni Freiburg und schließt mit dem Diplom ab.

Foto: Jim Rakete

Die Welt besser machen

Pepe Danquart verlässt das Kollektiv und zieht nach Berlin, wo er seinen ersten kurzen Spielfilm dreht. Der Erfolg ist überwältigend. Für „Schwarzfahrer“ (1994) erhält Pepe Danquart den Oscar für den Besten Kurzfilm und festigt im Nachzug mit seinem international hoch prämierten Film „Nach Saison“ (1997) seinen Ruf als auch international bedeutender Regisseur. Später erhält er den Deutschen Filmpreis für „Heimspiel“ und „Workingman’s Death“, den Bayerischen Filmpreis für „Am Limit“, den Deutschen Regiepreis Metropolis für „Lauf Junge Lauf“ sowie den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg. Zwischendurch inszeniert er Spielfilme verschiedener Genres. 2014 feiert die aufwendige Verfilmung des Bestseller Romans „Lauf Junge Lauf“ Weltpremiere im neu gebauten jüdischen Museum in Warschau und gewinnt zahlreiche internationale Filmfestivals. Filme dreht er, so sagt er, „um die Welt ein bisschen besser zu machen“.

Eine Zeitreise

„Was würdest du ändern, wenn du die letzten fünf Jahre nochmal leben könntest?“ Diese Frage stellt sein neuer Film, der am 13. Juli in die Kinos kommt: „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“, nach dem Bestseller von Kerstin Gier. Kati (Jessica Schwarz) und Felix (Felix Klare) führen eine glückliche Beziehung, aber so langsam schleicht sich der Alltag ein. Als ihr der attraktive Mathias (Christoph Letkowski) über den Weg läuft, verliebt sich Kati Hals über Kopf und beginnt an Felix und der gemeinsamen Zukunft zu zweifeln. Und dann passiert das, was sich wohl jeder schon einmal überlegt hat: Wie wäre es wohl, wenn man die Zeit zurückdrehen könnte? Kati erwacht fünf Jahre zuvor, exakt einen Tag bevor sie Felix zum ersten Mal begegnet ist, und erhält vom Schicksal ihre zweite Chance auf der Suche nach der wahren Liebe …

Foto: Nadja Klier

Zur Person:

Pepe Danquart ist Mitglied der Academy of Motion Pictures Arts and Science Los Angeles, Mitglied der Europäischen Filmakademie, Gründungsmitglied der Deutschen Filmakademie, Universitätsprofessor für Film an die Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, Jurymitglied der Filmförderung des Bundes (BKM) und der Gerd Ruge Stiftung für Dokumentarfilm.

www.danquart.de

Text: Susi Donner