D – Friedrichshafen | In einer Zeit, in der die zunehmende Bedrohung des Ökosystems und der Klimawandel die Menschen alarmieren, ist es gut, auch mal ein Unternehmen vorzustellen, das alles richtig macht: followfood, mit Sitz in Friedrichshafen, mehrfach ausgezeichnete Erfinder des Tracking-Codes für Lebensmittel, Gründer eines Bodenretter-Fonds. followfood gleicht seine CO2-Emissionen durch Aufforstung aus und brachte den ersten Fair-Trade-Dosenthunfisch auf den deutschen Markt. Und hat bei alldem jede Menge Erfolg.

„followfood ist nicht nur ein Lebensmittel-Unternehmen. followfood ist eine Bewegung zur Rettung der Böden und der Meere. Unsere Erde freut sich über jeden, der Ökologie und Genuss in Einklang bringt“, so der Leitsatz des Unternehmens. Geschäftsführer Jürg Knoll gründete bereits während seines Betriebswirtschafts-Studiums in Konstanz mit seinem Partner Harri Butsch (rechts im Foto) einen Fischhandel, ausschließlich mit Zander. 2007 riefen sie zusammen die nachhaltige Fischmarke followfish ins Leben und leisteten seitdem immer wieder Pionierarbeit für mehr Nachhaltigkeit. So führte followfish als erster Fischanbieter den sogenannten Tracking-Code ein, mit dem alle Lieferanten und Beschaffungswege auf den Produktverpackungen offengelegt werden: Ein ganz neuer Standard in der Tiefkühltruhe.

Thunfisch, geangelt

followfish war auch die erste Fischmarke, die Thunfisch von den Malediven in den Handel brachte, der traditionell mit der Handangel einzeln gefangen wird, um Beifang zu vermeiden. Eine Fangmethode, die von Greenpeace als nachhaltigste überhaupt bewertet wird. Anfang 2017 führte der Lebensmittelproduzent dann Dosenthunfisch ein, der nach den strengen Kriterien einer offiziellen Fair-Trade-Organisation zertifiziert wurde. Eine Fair-Trade-Prämie sichert den beteiligten Fischereiorganisationen der maledivischen Inselgruppe eine transparente und kontinuierliche Mehrbeteiligung an der Wertschöpfung. Der Fair-Trade-Thunfisch von followfish ist das weltweit erste Fischprodukt, das sowohl mit dem Label MSC (Marine Stewartship Council) als auch Fair Trade ausgezeichnet ist. Bemerkenswert ist, dass die nachhaltigen TK-Fischprodukte der Marke followfish und der Tracking-Code zur Offenlegung von Herstellern und Produktwegen die Branche maßgeblich veränderten: Heute wird im Handel vorwiegend zertifizierter Fisch verkauft.

Besseres Bio

Doch damit nicht genug der Pionierarbeit. Seit Februar 2019 ist followfood TK-Biogemüse im Handel. Natürlich ist es ebenfalls mit Tracking-Code versehen, damit die Konsumenten genau nachvollziehen können, von welchem Hof das Bio-Gemüse stammt und in welchem Zeitraum es geerntet wurde. Gleichzeitig wurde ein Fonds zur Verbesserung der ökologischen Landwirtschaft gegründet. Das Unternehmen will damit die Öko-Bauern, die nach EU-Richtlinien wirtschaften, unterstützen, noch mehr für die Umwelt zu tun, indem sie Verbänden wie Demeter oder Bioland beitreten, die Öko-Landwirtschaft nach strengeren Regeln betreiben. Vom Verkaufserlös ausgewählter Produkte der Marke fließen fünf Cent pro Stück in den Fonds. Unabhängig davon will followfood jährlich 50.000 Euro einzahlen.

„Wir galten schon immer als kleinste Biomarke der Welt mit der größten Vision. Doch unsere Entwicklung zeigt, dass man kühne Ideen umsetzen und in der Lebensmittelbranche neue Standards zum Schutz der Umwelt etablieren kann. Das war beim Meeresschutz so und soll auch für unsere Böden gelten. Denn Böden retten, heißt Leben retten. Deshalb reicht uns der herkömmliche Bio-Standard langfristig nicht aus. Wir wollen die ökologische Landwirtschaft noch besser machen. Eine selbstzufriedene Bio-Branche ist das Schlimmste, was uns allen passieren kann. Auch deswegen gehen wir diesen ehrgeizigen und unbequemen Weg“, erklärt Geschäftsführer Jürg Knoll.

Wachstum garantiert

Inzwischen ist followfood mit gut 70 Produkten auf dem Markt. Neben Fisch und Gemüse gehören dazu verschiedene Pizza-Sorten und – als Teil der Bodenretter-Initiative – drei Demeter-Weine. Das Unternehmen wächst seit Jahren zweistellig und wurde vielfach ausgezeichnet. Die durch Transportwege entstehenden CO2-Emissionen gleicht followfood durch Aufforstungsprojekte, etwa in Nicaragua und Uganda, aus. Der nächste Schritt ist, das Unternehmen CO2-neutral zu machen.

Zum Erfolg von followfood sagt Jürg Knoll: „Unser Geschäft ist auch unsere Überzeugung. Das spüren unsere Kunden und sind daher sehr markentreu.“ Im Mai wurde er in die Jury des Next Economy Awards (NEA) 2020 berufen. Der Preis wird im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages 2019 in Düsseldorf an Start-ups vergeben, die mit ihren Geschäftsmodellen soziale und ökologische Verbesserungen anstreben.

followfood GmbH | Metzstraße 2, D-88045 Friedrichshafen | +49 (0)7541 28 900 | www.followfood.de