Cyber-Attacke bei Garmin

Garmin war in den letzten Jahren auf Expansionskurs – in unserer Region mit Hauptsitz am Standort Schaffhausen. Damit war Garmin offensichtlich ein lohnendes Ziel für einen Angriff am 23. Juli , der zu einem weltweiten Totalausfall beinahe sämtlicher Garmin-Dienste führte.

Freizeitsportler konnten die Dienste ihrer Fitnesstracker und Sportuhren von Garmin nicht mehr nutzen. Über die Gründe des Ausfalls wurde gemutmaßt, schuld könne ein russischer Hackerangriff sein und Lösegeldforderungen seien im Spiel. Garmin kommentierte das zunächst nicht. Das Unternehmen bestätigt lediglich die Ransomware-Attacke am 28. Juli in einer Pressemitteilung. Laut Medienmeldungen wurde Lösegeld in zweistelliger Millionenhöhe gezahlt.

Wegen des Angriffs hatte das Unternehmen beschlossen, das System komplett herunterzufahren. So mussten sich Garmin-User einige Tage in Geduld üben und hoffen, dass ihre gesammelten Daten gerettet werden können. Nun laufen die Dienste langsam wieder an. Das Auslesen der Daten vom Gerät und auch das Hochladen auf die Plattform funktionieren wieder, wenn auch teils mit spürbaren Verzögerungen. Garmin beruhigt nun, dass keine Daten verloren gegangen seien, auch nicht beim Garmin-Zahlungsdienst Garmin Pay.

Garmin entwickelt seit 30 Jahren innovative Produkte für Sportler und hat weltweit Niederlassungen in 32 Ländern. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Schaffhausen (CH) mit 15.000 Mitarbeitern ist in der DACH-Region mit Standorten in Garching bei München (D), Graz (A) und Neuhausen am Rheinfall (CH) vertreten. Über 35 Millionen Kunden nutzen Fitness & Health Tracker, Smartwatches, Golf- und Laufuhren von Garmin. (sg)

Stellungnahme zum Serverausfall

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Foto: Garmin Deutschland GmbH