„Max Maddalena 36“: So heißt das Theaterstück von Gerd Zahner über die Geschichte der Singener Max-Maddalena-Straße – heute Harsenstraße – und die Menschen dort, die für die Freiheit kämpften. Zu sehen ist die Theaterproduktion der GEMS vom 28. bis zum 31. Oktober jeweils um 19.30 Uhr in der Färbe in Singen. Zahner, der selbst in genau dieser kleinen Straße geboren wurde, erzählt deren Geschichte „von 1921 bis zu den Stolpersteinen der Gegenwart“ und berichtet über die Intention hinter dem Stück, das u.a. von den vergeblichen Demonstrationen der Arbeiter gegen die Ermordung Rathenaus durch Rechtsradikale im Jahr 1922 handelt. „Wir wollten die Straße, die Stolpersteine, die Erinnerung sprechen lassen. Die Helden dieser ,linken‘ Straße, die Fluchthelfer, die Harlanders“, so Zahner. Der Auftritt in der Färbe ist für ihn ein ganz besonderer, da es aufgrund der Location ein anderes Stück werden wird als bisher. „Von dort sehen wir in die Straße hinauf, müssen den Ort erfinden. Zweimal spielten wir in der Straße, in der Färbe spielen wir nun für die Straße“, erklärt Zahner und fügt an: „Heute werden wieder Politiker ermordet. Wir demonstrieren. Es soll diesmal nicht in der Niederlage enden.“

Über dieses denkwürdige Stück hinaus hält der Oktober auch in der GEMS selbst zahlreiche kulturelle Highlights bereit. Den Anfang macht der Poetry Slam mit Moderator Marvin Suckut am 3. Oktober um 19 Uhr. Weiter geht es mit den Ringmasters und ihrem neuen A Cappella Mix „It’s Showtime!“ am 16. Oktober um 20 Uhr sowie Kabarettist Bernd Gieseking und seinem Programm „Finne Dein Glück“ am 17. Oktober um 19 Uhr. Abgerundet wird der Kulturreigen in der GEMS von Comedian Patrizia Moresco und ihrem Programm „Die Hölle des positiven Denkens“ am 22. Oktober um 20 Uhr. (am)

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Beitragsbild: „Max Maddalena 36“, Theaterstück von Gerd Zahner