Mit den Lockerungen und der Möglichkeit, wieder Bergtouren zu unternehmen, wird es auf manchen Gipfeln eng. Im Allgäu gab es zuletzt in den Pfingstferien und an den Feier- bzw. Brückentagen an einigen Orten einen Ansturm von Tagesausflüglern. Problem sind hier vor allem die vielen Autos, mit denen die Wanderer kommen.

Beginnend mit dem Verkehrschaos auf den Zufahrtsstraßen, kommt es vielfach zu Staus in den kleinen Gemeinden. Überfüllte Parkplätze verleiten leider viele dazu, auf Wiesen und am Rand von Waldstraßen wild zu parken. Schließlich will keiner wieder umdrehen, wenn er endlich am ersehnten Ziel angekommen ist. Die kommunale Verkehrsüberwachung und die Polizei haben entsprechend bei Ausflugs-Wetter viel zu tun.

Wanderer müssen Geduld haben, an fast allen Bergbahnen gibt es derzeit lange Warteschlangen. Denn bedingt durch die Corona-Auflagen dürfen die einzelnen Kabinen nur mit deutlich weniger Personen besetzt werden. So wird rauf und runter mit geringerer Auslastung gefahren und das dauert natürlich länger.

Die Tourismusverbände im Allgäu sind zwiegespalten, denn natürlich freuen sie sich, dass der Bergtourismus wieder angelaufen ist und endlich wieder Urlauber in die lange verwaisten Hotels und Gasthäuser kommen. Von den massiven Besucherströme der Tagsesausflügler werden sie aber überrannt.  So hoffen viele Einheimische, dass sich die Besuchermassen mit der Öffnung der Grenzen zu Österreich und der Schweiz nun auch auf die Vorlberger oder die Appenzeller Berge verteilen und sich damit der Besucherdruck aufs Allgäu wieder reguliert. (sg)

Foto: Stefanie Göttlich