D – Konstanz | Greenpeace-Aktivisten haben Ende Oktober in den beiden Konstanzer Lidl-Filialen Fleisch der Eigenmarke „Landjunker“ mit grellgelben Warnaufklebern mit der Aufschrift „mit Tierleid“ oder „mit Antibiotika“ gekennzeichnet.

Die Protestaktion war Teil bundesweiter Aktivitäten in mehr als 56 Städten. Zur Begründung heißt es, für das „Discounter-Billigfleisch“ würden Tiere millionenfach in deutschen Ställen leiden, zu viel Gülle verschmutze das Trinkwasser und der intensive Einsatz von Antibiotika sorge für immer mehr multiresistente Keime. Auch die Brancheninitiative „Tierwohl“, mit der sich der Einzelhandel für bessere Haltungsbedingungen einsetzen will, entspricht laut Greenpeace nicht den Anforderungen des Tierschutzgesetzes. Greenpeace verweist in diesem Zusammenhang auf ein eigenes Rechtsgutachten, nach dem die konventionelle Schweinemast gegen das Tierschutzgesetz und somit gegen die deutsche Verfassung verstoße. In Dänemark zeigt Lidl, wie es besser geht: Dort verkauft der Discounter in über 100 Filialen gekennzeichnetes Fleisch aus besserer Haltung, das ohne Gen-Futter und Antibiotika produziert wird und für dessen Produktion die Schweine ihren Ringelschwanz behalten dürfen.