Die Reisewarnung für Vorarlberg hat Auswirkungen auf den kleinen Grenzverkehr zwischen Lindau und Vorarlberg. Vorarlberger ohne negatives Testergebnis dürfen in Deutschland nicht mehr einkaufen oder Gaststätten besuchen. Dies regelt eine Allgemeinverfügung, die der Lindauer Landrat Elmar Stegmann erlassen hat.

Jemand, der sich länger als achtundvierzig Stunden in einem Risikogebiet aufhält, muss normalerweise bei der Einreise nach Deutschland einen negativen Corona-Test vorlegen oder für vierzehn Tage in Quarantäne. Landrat Stegmann hat diese Frist jetzt auf zweiundsiebzig Stunden ausgeweitet. So könnten Arbeitnehmer aus Vorarlberg auch nach einem freien Wochenende wieder nach Deutschland einreisen, ohne sich in Quarantäne begeben zu müssen. Allerdings gilt diese Regelung nur für Schüler und Berufspendler. „Wir wollen, dass der kleine Grenzverkehr weiter funktioniert“, so Stegmann. Rund 5.000 Berufspendler überqueren laut dem Landratsamt täglich die Grenze zwischen Bayern und Vorarlberg. Grenzkontrollen durch die Polizei seien derzeit nicht geplant. Momentan werde an der Grenze nur stichprobenartig kontrolliert.

Außerdem dürfen Vorarlberger weiter ihre Familien oder Lebenspartner in Deutschland besuchen. Auch die Versorgung von Tieren oder dringende medizinische Behandlungen sind im Nachbarland erlaubt. Weiterhin gelte es, eine Grenzschließung zu vermeiden.

Für Deutsche ist es hingegen möglich, nach Österreich zu reisen, um dort zu wandern oder einzukaufen. Solange man sich nicht länger als 48 Stunden im Risikogebiet aufhält, gibt es bei der Einreise keine Beschränkungen. Wer aber nach Vorarlberg reist, um eine private oder eine kulturelle Veranstaltung zu besuchen oder an einem Sportereignis, einem öffentlichen Event oder einer anderen Freizeitveranstaltung teilnimmt, muss nach der Rückkehr immer in Quarantäne, unabhängig von der Dauer des Aufenthalts. 

Foto: Hari Pulko/ Lindau-Tourismus