Nicht nur die Gaststätten, auch die Hotels am Bodensee sind virusbedingt weitgehend geschlossen. Konkret heißt das für die deutsche Region: Eine Beherbergung „zu touristischen Zwecken“ ist nicht erlaubt, es dürfen lediglich Gäste „aus geschäftlichen oder dienstlichen Gründen“ übernachten. Im hoteleigenen Restaurant speisen geht natürlich auch nicht. Um wenigstens eine Art Frühstück sicherstellen zu können, dürfen die Hoteliers höchstens im Take-Away-Verfahren ein Frühstückspaket anbieten. Ähnlich sind die Regelungen auch in der Schweiz und Vorarlberg (Info unten). Eine schwierige Situation für alle Hotelbetreiber. Einige versuchen, neue Wege zu beschreiten.

Hoteliers mit Umnutzungsideen

Gerne nehmen wir hier weitere Beispiele auf:
info@akzent-magazin.com

Home-Office statt Touristenzimmer

Wenn Büros zu klein sind, um den Mitarbeitern den erforderlichen Mindestabstand zu gewähren oder wenn es zuhause zu eng (oder unruhig) ist, um richtig arbeiten zu können oder es fehlt die notwendige WLAN-Verbindung – und in vielen anderen Situationen mehr – verspricht das Angebot einiger Hoteliers eine gute Lösung.

Hotel Maier

Hendrik Fennel, Inhaber des Hotel Maier in Friedrichshafen-Fischbach schlägt vor : „Nutzen Sie unsere Hotelzimmer als echt charmante Einzelbüros.“ Mit WLAN, versteht sich. Übernachtungen seien natürlich ausgeschlossen, sagt Fennel. Wie sich bisher zeigt, steigen insbesondere Unternehmen auf das Angebot ein und ermöglichen Mitarbeiten ein – vorerst – zwei- bis dreiwöchiges Hotel-Office.
www.hotel-maier.de

Familie Fennel – Hotel Maier

Ganter Hotels in Konstanz und auf der Insel Reichenau

Mit gigantischem Ausblick vermietet das Hotel 47 ° in Konstanz  derzeit ebenfalls „Hotelzimmer mit WLAN und Telefonanschluss“. Solch einen schönen Arbeitsplatz muss man sonst lange suchen. Motto: Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Mehr dazu auf der Website www.47grad.de.

Auch das gleichmaßen zur Ganter-Gruppe gehörende Hotel Mohren auf der Reichenau ist beim Angebot „Hotel-Office“ dabei. www.mohren-bodensee.de

Und wer noch auf der Suche nach einem Ostergeschenk ist, der kann für die Zeit nach dem Virus schon jetzt Trainings-Gutscheine erwerben für den Trainigsraum im 47° – mit Rheinblick.

Hotel 47 ° in Konstanz

Hotel am See in Hard

Das Hotel am See in Hard (www.hotelamsee.biz) richtet sich an diejenigen, die im Homeoffice nicht genug Ruhe finden. Montag bis Freitag von 8.30 bis 17 Uhr kann man hier die Zimmer als „Homeoffice im 4-Sterne Hotel“ nutzen. Inklusive: Eine Kneipp-Tour im Dorfbach zwischendurch.

Hotel am See in Hard

INFOS ZU DEN LÄNDERN

Deutschland: (Stand 29. März): Eine Beherbergung „zu touristischen Zwecken“ ist nicht erlaubt, es dürfen lediglich Gäste „aus geschäftlichen oder dienstlichen Gründen“ übernachten. Das Ganz vorerst bis zum 19. April.

Thurgau: Die meisten Hotels sind bis vorerst 19. April geschlossen, bis auf einige, die „mit einem reduzierten Betrieb“ geöffnet bleiben. Die jeweils aktualisierte Liste der geöffneten Betriebe findet man unter www.thurgau-bodensee.ch/de/stories/coronavirus. Das Verzeichnis für die ganze Schweiz: www.hotelleriesuisse.ch/openhotels

Vorarlberg: Hier sind  sind seit 16. März ebenfalls die meisten Beherbergungsbetriebe bis vorerst 13. April geschlossen. Ausgenommen sind Schutzhütten und Betriebe, die nicht mehr als 10 Betten haben. Und einige Hotels, um Geschäftsreisende etc. aufzunehmen. Sie sind auf www.openhotels.at aufgelistet.

Text: Claudia Antes-Barisch, Foto: Hotel 47 °