Schlag nach bei Schiller’s Tell: Über die Schwierigkeiten, die man mitunter mit Nachbarn hat, kann Carla Frauenfelder ein Lied singen. Ihr „localholics“, vor einem Jahr in der Gottlieber Ortsmitte eröffnet und von der Dorfgemeinschaft bestens angenommen, ist zwei Nachbarn ein Dorn im Auge: Sie wollen, dass das Begegnungshaus verschwindet. Das ruft nach Unterstützung.

Aus einem älteren Haus hat Carla Frauenfelder einen Ort für „localholics“ gemacht: ein Treffpunkt für Einheimische und Gäste, mit kleinem Café, einem Raum für Workshops und einem hübschen Gästezimmer. Mit Angeboten, per Erlebnistour die Region zu erkunden. Die Region und Regionales stehen hier im Mittelpunkt, insbesondere die sogenannten „local heroes“: Menschen aus der Region, Produzenten, Künstler, Handwerker, die in die Erlebnistouren eingebunden werden oder Interessierten per Workshop ihre Kenntnisse näher bringen.

Ein schönes Konzept, das bestens ankommt. Allerdings nicht bei den Nachbarn links und rechts vom Café. Sie nutzen einen kleinen baurechtlichen Verfahrensfehler, um Carla Frauenfelder und ihr „localholics“ mit Beschwerden zu überziehen und sie loszuwerden. Und dann kam noch Corona …

Trotz aller Probleme will Carla Frauenfelder nicht aufgeben. Unterstützt wird sie von den Gottliebern, die ebenfalls das „Begegnungshaus“ erhalten wollen. Im April wird Carla Frauenfelder den „local club“ gründen, mit „local boxes“, die an den Wochenenden,  gefüllt mit Leckereien von „local heroes“, abgeholt werden können. Auch die Workshops sollen wieder starten, unter Berücksichtigung der Coronaauflagen und in kleinen Gruppen. Darüber hinaus werden Café und Workshop-Raum als Coworking Spaces angeboten. Und ab Mai geht es los mit Erlebnistouren.

Am besten also immer mal auf die Website schauen!

www.localholic.ch