CH – Wil/Bern | Die St. Galler FDP-Politikerin Karin Keller-Sutter ist neue Ständeratspräsidentin. Die Wahl ist für die 54-Jährige die vorläufige Krönung ihrer Karriere.

Ihre politische Laufbahn begann vor 25 Jahren in ihrer Heimatstadt Wil: Dort wurde sie 1992 in den Gemeinderat gewählt. Später war sie Kantonsrätin, Regierungsrätin und Regierungspräsidentin. Damals machte sie sich einen Namen als Hardlinerin bei Sicherheitsthemen. Inzwischen liegt ihr Fokus auf der Wirtschaft- und Sozialpolitik, insbesondere seit sie 2011 in den Ständerat gewählt wurde. Diese kleine Parlamentskammer repräsentiert die Kantone und bildet gemeinsam mit dem größeren Nationalrat die Bundesversammlung, also das Parlament, der Schweiz. „Einer Institution wie dem Ständerat vorzustehen, ist eine Ehre und eine Freude“, sagt Karin Keller-Sutter über ihr neues Amt, in das sie für ein Jahr gewählt wurde.

Die diplomierte Konferenzdolmetscherin gilt als ehrgeizig und als eine der einflussreichsten Frauen in der Schweizer Politik und Wirtschaft. Seit Jahren wird sie regelmäßig als Kandidatin für den Bundesrat gehandelt. Sie selbst winkte jüngst in einem Interview ab: „Ich bin glücklich im Ständerat und strebe kein anderes Amt an.“

Foto: Daniel Ammann