Schon der Blick von NOSFERATU, gespielt von Luise Harder, lässt einen selbst an heißen Sommerabenden ein Schaudern verspüren. Alles passt beim diesjährigen Open-Air-Spektakel des Theaters Konstanz. Gespielt wird vor dem ehrwürdigen Münster, über das bei Einbruch der Dunkelheit Fledermäuse ihre Kreise ziehen: Eine stimmungsvolle Kulisse für die Vampirgeschichte – inszeniert von der Schweizer Regisseurin Mélanie Huber und der Dramaturgin Meike Sasse. Und natürlich fließt echtes „Konschtanzer“ Blut, denn der Autor Stephan Teuwissen hat den Murnau-Klassiker „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“, der vor 100 Jahren abgedreht wurde, im Konstanz der 1920er-Jahre angesiedelt. Die Musik zum Stück stammt vom rumänischen Komponisten Sebastian Androne-Nakanishi, der, an der Grenze zu Transsilvanien geboren, die Heimat Draculas bestens kennen dürfte. Lena Hiebel, verantwortlich für Bühne und Kostüme, hat den theatralen Raum für Glamour und Grusel geschaffen. Im Schauermärchen sorgen die Schauspielenden Ingo Biermann, Patrick O. Beck, Julian Mataj, Sarah Siri Lee König, Jonas Pätzold und Odo Jergitsch expressiv, düster und unheimlich, aber auch mit viel Komik für ein genüssliches Grausen. (sg)

02.–23.07.
Münsterplatz
D-78462 Konstanz
www.theaterkonstanz.de

Nach jeder Vorstellung sammelt das Theater Spenden für den Konstanzer Tafelladen.  

Beitragsbild: (v.l.n.r.) Luise Harder (Balkon), Sarah Siri Lee König (hinten), Ingo Biermann, Julian Mataj, Patrick O. Beck, Odo Jergitsch, Jonas Pätzold | © Ilja Mess