Möglichkeiten zur aktiven kulturellen Teilhabe schaffen: Das ist die zentrale Aufgabe des Kulturamts Konstanz. Insgesamt 13 MitarbeiterInnen kümmern sich gemeinsam um das Kulturzentrum am Münster, die Beratung und Förderung der lokalen freien Kulturakteure, die Ausrichtung des Konstanzer Kunstpreises und des Förderpreises „Junge Kunst!“, die Kunst im öffentlichen Raum, Ausstellungen im Turm zur Katz und im Gewölbekeller und viele weitere Projekte.

Neue Formate

„Das vergangene Jahr hat KünstlerInnen vor große Herausforderungen gestellt und ihnen viel abverlangt. Dennoch haben wir den Eindruck, dass es auch positive Impulse gibt. Alle haben hinter den Kulissen kreativ und innovativ an neuen Formaten gearbeitet“, berichtet Sarah Müssig, Leiterin des Kulturamts. Zu diesen neuen Formaten zählten 2020 beispielsweise der Fördertopf „Kultur-Clips vs. Corona“, der 22 digitale Kunst- und Kulturaktionen unterstützte, ein digitaler Adventskalender sowie das Online-Projekt „Kunststücke“, bei dem zehn Kunstwerken eine Stimme verliehen wurde. Auch der Turm zur Katz bot und bietet digitale Formate – u.a. „Featured Photographer“ und die neue Videokolumne „Lieblingscover“, bei der ProtagonistInnen der Konstanzer Musikszene im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Vinyl Ikonen – Plattencover von den 60ern bis heute“ ihre Lieblingscover vorstellen. Die Ausstellung kann übrigens noch bis 20. Juni besucht werden – inzwischen auch live vor Ort.

Bildbeschreibung: KUNSTSTÜCKE: Die Initiatoren beim Kunstobjekt „Schwörende Finger“,
v.l.n.r.: Sarah Müssig (Leitung Kulturamt), Felix Pfäfflin (Die Regionauten), Alisa Körner (Stellv. Leitung Kulturamt)

Kulturfonds 2021

Im Rahmen des Konstanzer Kulturfonds werden 2021 zudem elf neue Projekte gefördert. Dazu zählen u.a. Simon Diefenbachs multimediales Projekt „Das ewige ich?“, Claudia Heinles Tanz- und Musikperformance „Passion“ sowie Hubl Greiners dokumentarische Kurzfilme „15 Minuten aus dem Leben eines Nachbarn“ über Menschen, die sonst eher weniger in der Öffentlichkeit stehen. Der Kulturfonds wird jährlich vergeben und fördert freie ortsbezogene sowie Kulturszene belebende Projekte von Konstanzer und Kreuzlinger Künstlern. Sarah Müssig freut sich bereits auf die geplanten Projekte und blickt positiv in die Zukunft: „Die Kulturschaffenden in Konstanz und Kreuzlingen rücken näher zusammen und neue Netzwerke sowie Kooperationsideen entstehen. Wir hoffen sehr, dass wir nun gemeinsam Schritt für Schritt verstärkt wieder Kunst und Kultur leben und erleben können.“

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Text: Andrea Mauch
Beitragsbild: Ausstellung „Vinyl Ikonen“ | Copyright: Ines Njers