Ursprünglich aus der Not geboren, ist es der Name für Hemden und Blusen, gefertigt aus edlen italienischen Stoffen: Fil Noir- (legendärer) schwarzer Faden . Die über 100 Jahre alte Geschichte der im traditionellen Handwerk gefertigten Hemden beginnt zwar in der Toskana, spielt heute jedoch in der Großstadt Bodensee.

Legendärer schwarzer Faden

Die Brüder Luca und Lorenzo Manzini hatten 1899 die Herrenwäschemanufaktur ihres Vaters übernommen und begannen aus feinsten Materialien Herrenhemden zu fertigen. Durch ein Erdbeben wurde ihre Fabrik jedoch Anfang des 20. Jahrhunderts zerstört. Doch die Produktion musste weitergehen. Übrig geblieben war allerdings nur weißer Stoff – und schwarzes Garn. Egal. Die weißen Hemden mit den schwarzen Nähten wurden schnell in aller Welt erfolgreich. Vor allem in Pariser Kreisen. Alle wollten das Hemd mit dem „fil noir“. Mit dem Ersten Weltkrieg kam jedoch das Aus, da die Arbeiter in den Krieg geschickt wurden. 2012 brachte der Zufall die Manzini-Nachfahren in Italien mit Heiko Storz zusammen, der in Sigmaringen Modedesign studiert und später dann die Bereichsleitung „Herren und Lizenzen“ bei Schiesser in Radolfzell übernommen hatte. Storz gefiel die Geschichte von Fil Noir und die Philosophie der handwerklich gefertigten Hemden, die immer etwas Besonderes waren. Er gründete für die Lizenzübernahme die swiss hest GmbH, die heute rund 400 Händler in der ganzen Welt, bis Neuseeland und Japan, mit den ausschließlich in Europa aus italienischen Stoffen gefertigten Hemden beliefert. ein wahrlich legendärer schwarzer Faden: und das alles vom beschaulichen Radolfzell aus. (th)

Legendärer schwarzer Faden

Fil Noir | D-78315 Radolfzell | www.fil-noir.com

Foto: Fil Noir

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