Jetzt, wo sich mit dem Frühling die Biergarten-, Straßencafé- und Terrassensaison ankündigt, macht man sich mancherorts Gedanken, ob es nicht sinnvoll wäre, in der Gastronomie wenigstens schon mal die Außenbereiche für Gäste zu öffnen. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage: Sind Städte und Gemeinden – wie vereinzelt in 2020 –  bereit, Flächen des öffentlichen Raumes großzügig für die Außenbewirtung zur Verfügung zu stellen?

In Coronazeiten ist der Platzbedarf in der Gastronomie oft größer als sonst: Der erforderliche Abstand zwischen Tischen und Stühlen braucht Fläche. Im vergangenen Jahr sind einige Verwaltungen dazu übergegangen, den Gastronomen bei Bedarf die Möglichkeit zu bieten, Flächen des öffentlichen Raumes ausgedehnter zu nutzen, um ihren Gästen trotz Einschränkungen sonnige Plätze im Freien anbieten zu können. Sondernutzungsgebühren für die zusätzlich beanspruchten Flächen wurden dann nicht oder nur eingeschränkt erhoben. Wichtig war bei dieser Vorgehensweise lediglich, dass die Flächenausweitung zu keiner Behinderung – etwa von Rettungsdiensten – führen durfte. Ein kleine akzent-Nachfrage ergab: Sowohl am deutschen wie am Schweizer Bodensee steht man auch in 2021 einer solchen Vorgehensweise prinzipiell offen gegenüber. Beschlussfassungen dazu gibt es allerdings noch keine. „Mal sehen, wie sich die Öffnungsstrategie entwickelt“, so der Tenor.