Globetrotter in einer globalisierten Welt

Sie sind hier nicht willkommen. Doch das interessiert sie nicht. Sie kommen trotzdem und bedrohen die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Auf den folgenden Seiten geht es um Neozoen und Neophyten im und am Bodensee – insbesondere um jene, die sich so massiv ausbreiten, dass sie zum Problem werden.

Neozoen sind Tiere, die absichtlich oder unabsichtlich in Gebiete gelangen, in denen sie zuvor nicht heimisch waren. Wenn es sich bei den Neuankömmlingen um Pflanzen handelt, dann heißen sie Neophyten (= Neupflanze). Als Stichtag für diese Definition gilt die Entdeckung Amerikas im Jahr 1492, also der Beginn der Neuzeit – unabhängig davon, in welcher Region dieser Erde sie ursprünglich zu Hause waren.

Bildschirmfoto 2016-09-05 um 19.03.22Heute sind sie Globetrotter in einer zunehmend globalisierten Welt. Sie gelangen zum Beispiel als „blinde Passagiere“ im Ballastwasser von Schiffen oder im Frachtraum von Flugzeugen in Gebiete, die sie auf natürlichem Wege nicht erreichen könnten. Manche Arten werden auch bewusst oder aus Unachtsamkeit von Menschen ausgesetzt. Zudem sind sich Fachleute einig, dass der Klimawandel solche Wanderungsbewegungen, insbesondere auch von Insekten, noch verstärken wird.

Eine Wertung ist mit dieser Definition erst einmal nicht verbunden. Die meisten Zuwanderer integrieren sich sogar gut in ihre neue Heimat. Beispielsweise handelt es sich bei Nutzpflanzen wie Mais oder Kartoffeln streng genommen ebenfalls um Neophyten, weil sie hierzulande ursprünglich nicht beheimatet waren. Auch in der Tierwelt gibt es Arten, die heute wie selbstverständlich zur Bodenseeregion gehören, wie zum Beispiel der Höckerschwan. Sein Brutgebiet erstreckte sich ursprünglich von Nordwesteuropa über das östliche Mitteleuropa bis nach China. In der Bodenseeregion brütet er erst seit etwa hundert Jahren.

Bildschirmfoto 2016-09-05 um 19.02.55Einwanderer gibt es in allen Bereichen der Tier- und Pflanzenwelt sowie bei Bakterien und Pilzen. So zählen in der Bodenseeregion – ohne Wertung – beispielsweise auch die Große Hausspinne, der Kartoffelkäfer, die Mauereidechse, der Bachsaibling und die Regenbogenforelle dazu. Auch der von Obstbauern gefürchtete Feuerbrand wird von einem Neuankömmling ausgelöst: Das Bakterium, das diese Pflanzenkrankheit verursacht, stammt aus Amerika. Und für das Ulmensterben ist ein Schlauchpilz verantwortlich, der durch Holztransporte aus Ostasien eingeschleppt wurde.

Beachtet werden Neuankömmlinge meist erst dann, wenn sie Schäden anrichten – direkt oder indirekt. Einige Arten vermehren sich nämlich so schnell, dass sie der heimischen Tier- und Pflanzenwelt Nahrung und Lebensraum wegschnappen. Wenn diese invasiven Arten erst mal Fuß gefasst haben, kriegt man sie meist nicht mehr los. Inzwischen gilt das Auftreten von Neozoen und Neophyten weltweit als eine wichtige Ursache für das Artensterben.


Eindringlinge in der Unterwasserwelt

Ein statisches Gebilde war die Tier- und Pflanzenwelt noch nie. Auch nicht im Bodensee. Aber seit einigen Jahren breiten sich in dieser Unterwasserwelt manche eingeschleppte Tierarten in einem so rasanten Tempo aus, dass sie für heimische Arten zum Problem werden können.

Die Invasion von Neozoen (das sind Tiere, die hier ursprünglich nicht zu Hause waren) im Bodensee begann vor mehr als einem halben Jahrhundert. Die Dreikantmuschel, die Bildschirmfoto 2016-09-05 um 19.05.38eigentlich im Schwarzmeeraum zu Hause ist, wanderte über Schifffahrtskanäle nach Mitteleuropa ein. Aus eigener Kraft hätte sie dies wahrscheinlich nicht geschafft. Aber diese Muschel mit dem lateinischen Namen „Dreissena polymorpha“ hat die Eigenschaft, dass sie sich gut an Schiffe heften und so als blinder Passagier um die halbe Welt reisen kann. Schon 1850 wurde sie im Oberrhein bei Basel entdeckt. Seit Mitte der 1960er-Jahre ist sie als erstes invasorisches Neozoon im Bodensee bekannt. Hier haben sich diese Muscheln schon nach weniger als zehn Jahren so massenhaft vermehrt, dass sie zum Teil Ausleitungs- und Wasseransaugrohre verstopften, deren Reinigung hohe Kosten verursachte. Außerdem sind diese Dreikantmuscheln mit verantwortlich für den Rückgang von Großmuscheln im Bodensee.

Ein Einzelfall? Mitnichten. Denn letztlich hat der Mensch selbst den meisten Neozoen den Weg bereitet. „Seit 1992 der Rhein-Main-Donau-Kanal eröffnet wurde, ging’s richtig los“, berichtet Peter Rey. Er leitet das Institut Hydra in Konstanz, das im Auftrag der „Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg“ (LUBW) die Entwicklung von Neozoen im Bodensee wissenschaftlich beobachtet. Mit dem Bau dieses Kanals wurde nämlich die natürliche Barriere der bis dahin getrennten Gewässersysteme von Rhein und Donau aufgehoben.

Immer mehr, immer schneller

Seither siedeln sich immer mehr tierische Neuankömmlinge im Bodensee an und breiten sich immer schneller aus. SieBildschirmfoto 2016-09-05 um 19.05.52 werden nicht nur von schlecht gereinigten Wanderschiffen hierher geschleppt, sondern können beispielsweise auch durch achtlos ausgekippte Aquarien oder auch durch ein bewusstes Aussetzen in den Bodensee gelangen. Zwar gibt es auch Neozoen, die sich in das hiesige Ökosystem integrieren und keine Probleme machen – zumindest keine bisher bekannten. Aber es gibt eben auch jene, die in kurzer Zeit eine sehr hohe Populationsdichte erreichen und mit heimischen Tierarten um Nahrung und Lebensraum konkurrieren. „Dies passiert seit 2003 beschleunigt“, sagt Peter Rey, „und wir erwarten, dass die Effekte der Klimaerwärmung künftig noch weiteren Arten die Chance zur Massenvermehrung im Bodensee bieten werden.“

Inzwischen gibt es im Bodensee eine Vielzahl dieser kleinen Tierarten mit großer Wirkung. Dazu gehört der Große Höckerflohkrebs (Dikerogammarus villosus). Im Jahr 2003 wurde er im Flachwasserbereich des Bodensees entdeckt. Seither breitet er sich rapide über den ganzen Bodensee aus, verdrängt andere Kleinlebewesen und nimmt in der Nahrungskette nach Angaben einiger Biologen sogar den Stellenwert von Fischen ein. An einigen Stellen zeigt dieser Flohkrebs bereits eine Siedlungsdichte von über 1000 Individuen pro Quadratmeter. Der See bietet jedoch wenig Rückzugsräume für heimische Arten. „Es sieht so aus, als ob wir die einzige heimische Flohkrebsart verlieren“, sagt Rey.

Eine noch auffälligere Entwicklung haben Forscher bei den eingeschleppten Muschelarten beobachtet. Die Biomasse auf dem Seegrund – damit ist das Gewicht der dort lebenden Tiere Bildschirmfoto 2016-09-05 um 19.13.28gemeint – erreichte, wie Rey erklärt, vor Ankunft der Dreikantmuschel nicht mehr als 250 g pro Quadratmeter. Danach waren es stellenweise schon über 10 kg auf derselben Fläche. Ab 2003 hat sich dann auch die Körbchenmuschel (Corbicula fluminea) im Bodensee massenhaft vermehrt. „Heute haben wir im See Stellen, auf denen 20 bis 30 Kilogramm Körbchenmuscheln pro Quadratmeter heranwachsen, im Hochrhein unterhalb Waldshut sind es sogar bis zu 90 Kilogramm“, erklärt der Biologe. Diese Biomasse brauche ja auch Nahrung. „Wo kommt die her?“, fragt Rey und verweist darauf, dass genau dies die Themen sind, über die Fachleute derzeit diskutieren.

Heimische Arten werden verschwinden

Denn die Beobachtung des Bestands von Neozoen ist der eine Punkt. Etwas anderes ist die Frage, wie schlimm die FolgenBildschirmfoto 2016-09-05 um 19.13.13 der Ausbreitung von invasorischen Arten sind. „Da gibt es auch unter uns Wissenschaftlern verschiedene Positionen“, sagt Rey. Für die einen handele es sich um eine Art riesiges Freilandexperiment, für die anderen gehe es um Gewässer- und Tierschutz. Reys Position dazu: „Soweit es in unserer Macht steht, sollten wir verhindern, dass sich die Lebensgemeinschaften in einer so hohen Geschwindigkeit verändern. Wenn sich zwei, drei oder vier Neozoen-Arten gleichzeitig massiv vermehren, dann hat die heimische Pflanzen- und Tierwelt gar nicht die Zeit, sich dieser Entwicklung anzupassen. Dann gibt es einen Verdrängungsprozess. Wir werden viele Arten verlieren, wohl auch solche, von denen wir noch gar nicht wissen, welche Rolle sie im Kreislauf unserer Gewässer spielen.“


Rückkehrer

Wölfe, Braunbären, Luchse und Biber sind keine Neozoen, sondern heimische Tierarten. Sie waren hierzulande ausgerottet und kehren nun, auch aufgrund von Schutzmaßnahmen, langsam wieder in ihre angestammten Lebensräume zurück. 

Gelegentlich wandern diese Rückkehrer auch in den weiteren Umkreis der Bodenseeregion ein. So streiften einzelne Wölfe in den vergangenen Jahren durch benachbarte Alpen- und Voralpengebiete, zum Beispiel Toggenburg und Vorarlberg. Wahrscheinlich stammen sie von der Wolfspopulation ab, die es am Calanda-Massiv im Grenzgebiet zwischen den Kantonen Graubünden und St. Gallen gibt.

Braunbären haben den Bodensee noch nicht erreicht. Im vergangenen Jahrzehnt kamen aber eingewanderte Bären mehrmals nach Tirol und Graubünden. Die Strecke zwischen dem italienischen Bärenvorkommen im Trentino und der Schweizer Grenze ist kurz und für einen Bären in wenigen Nächten zu schaffen. In zwei Fällen wurden die Bären getötet, ansonsten kehrten sie wieder zurück nach Italien.

Die scheuen Luchse werden selten beobachtet. Von einer der jüngsten Sichtungen im Bereich der Bodenseeregion wurde im Juli 2015 aus dem Kanton Thurgau berichtet: Ein junger Luchs riss dort ein Reh.

Zu den Rückkehrern zählt auch der Biber. Er galt einst als ausgerottet und besiedelt inzwischen wieder die Bodenseeregion.


Einwanderer auf Pfoten und mit Flügeln

Die Nilgans, die Reblaus und der Waschbär haben eines gemeinsam: Sie stammen aus fernen Regionen und fühlen sich inzwischen auch in der Bodenseeregion pudelwohl.  

Neozoen, also zugewanderte „Neutiere“, gibt es nicht nur in der Unterwasserwelt des Bodensees. Manche streifen auch auf zwei, vier oder mehr Beinen durch unsere Region oder bewegen sich mit Flügeln fort. Oft wurden sie als Nutz- oder Haustiere eingeschleppt. Wer heute zum Beispiel vom Anblick eines Marienkäfers entzückt ist, hat meist nicht den heimischen Siebenpunkt vor sich, sondern eine asiatische Marienkäfer-Art. Wegen ihres großen Blattlaus-Appetits wurde sie hierzulande zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Inzwischen tritt sie oft massenhaft auf und hat den Ruf, einheimische Marienkäfer zu verdrängen.

Gefürchtete Schädlinge

Aufmerksamkeit erhalten tierische Zuwanderer meist dann, wenn es sich um Schädlinge handelt. So wurden schon in der Nachkriegszeit ganze Schulklassen auf die Kartoffelfelder geschickt, um Kartoffelkäfer einzusammeln. Ihre Heimat war ursprünglich Amerika, wo auch die Kartoffel herkam. Für die Weinbauern in der Bodenseeregion relevant ist die Reblaus, die ebenfalls aus Amerika stammt. Weitere Beispiele aus der Welt der Insekten: Der Buchsbaumzünsler stammt aus Ostasien. Die Kastanienminiermotte hat sich von Mazedonien aus ausgebreitet. Die Weiße Fliege, die im Gartenbau Schäden verursacht, wurde aus Mittelamerika eingeschleppt.

Possierliche Plagegeister

Manche Zuwanderer kommen possierlich auf vier Pfoten daher und können ebenfalls zu Plagegeistern werden. Zum Beispiel der Waschbär. Auch in der Bildschirmfoto 2016-09-05 um 19.14.03Bodenseeregion wurde er vereinzelt schon gesichtet. Der Bisam wiederum fühlt sich hier schon längst wohl. Er stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde in Europa zunächst in Pelztierfarmen angesiedelt.

Aggressive Gänse

Als Neozoen unter den Vögeln treten seit einigen Jahren am Bodensee Gänsearten in Erscheinung. Dazu gehören die afrikanische Nilgans und die asiatische Rostgans, die der Geflügelhaltung entflohen sind. Problematisch ist, dass sie mit aggressivem Verhalten gerade zur Brutzeit andere Enten vertreiben und auch die Brutkästen von Schleiereulen und Turmfalken besetzen.


Fieslinge im Reich der Pflanzen

Sie haben klangvolle Namen, aber einen ziemlich miesen Charakter: Springkraut, Goldrute & Co. können sich in Windeseile ausbreiten und die heimische Pflanzenwelt überwuchern. Manche Neophyten sind sogar für den Menschen eine Gefahr.

Vorneweg: Nicht alle Neophyten, also eingeschleppten Pflanzenarten, sind Fieslinge. Seit einigen Jahren sind jedoch auch in der Bodenseeregion einige von ihnen auf dem Vormarsch, die das ökologische Gleichgewicht stören oder sogar zerstören können.

Nektarsüße Bedrohung

Bildschirmfoto 2016-09-05 um 19.04.38Dazu gehört das Indische Springkraut. Es stammt ursprünglich aus dem Himalaya. Eine einzige Pflanze produziert 4000 Samen, die sie bei geringster Berührung meterweit schleudert. So verbreitet sie sich schnell und verdrängt andere Pflanzen. Hinzu kommt: Die rosafarbenen Blüten produzieren bis zu 40 Mal mehr Nektar als heimische Wildpflanzen. Das freut zwar Bienen und Imker. Aber andere Pflanzen werden kaum noch angeflogen und nur noch selten bestäubt.

Kann es da noch gelingen, dem Springkraut Einhalt zu gebieten? „Die einen sagen, dass der Kampf gegen das Springkraut bereits verloren ist“, erklärt Claudia Grießer vom Bund Naturschutz (BN) in Lindau, „die anderen sagen, wenigstens aus den schützenswerten Gebieten sollten wir es raushalten.“ Auch der BN im Landkreis Lindau versucht, Moorgebiete und andere ökologisch wertvolle Flächen vom Springkraut freizuhalten. Eine mühsame Arbeit. Denn dazu müssen diese einjährigen Pflanzen mehrere Jahre in Folge vor der Samenreife ausgerissen und abtransportiert werden, damit sie nicht neu austreiben. Immer wieder helfen auch Jugendgruppen und Schulklassen im Rahmen von Projekttagen mit. „Nach zwei, drei Jahren sieht man richtige Erfolge“, berichtet Claudia Grießer.

Fressfeinde fehlen

Bildschirmfoto 2016-09-05 um 19.04.25Wenn natürliche Gegenspieler fehlen, dann muss der Mensch diese Aufgabe übernehmen. So hat auch die Kanadische Goldrute hierzulande keine Feinde, während sich in ihrer Heimat Nordamerika etwa 290 Fraßinsekten von ihr ernähren. In der Bodenseeregion macht die Goldrute zum Beispiel dem Eriskircher Ried zu schaffen. „Sie ist sehr schwer zu bekämpfen, weil sie mehrjährig ist und unterirdische Speicherorgane hat“, erklärt Gerhard Kersting vom Naturschutzzentrum Eriskirch. Deshalb gilt hier die Strategie, sie durch gezielte Mahd zumindest so weit zurückzudrängen, dass wertvolle Ried-Pflanzen eine Chance haben.

Kaum zu bremsen

Alles überwuchern kann der Japanische Staudenknöterich. Bisher weiß Gerhard Kersting nur von vereinzelten Vorkommen in der Bodenseeregion. „Aber er hat das Potenzial, sich in den nächsten Jahren stark auszubreiten.“ Das liegt an der enormen Wuchsleistung. Der Japanische Staudenknöterich kann bis zu 25 Zentimeter am Tag wachsen. Und schon ein kleines Stück seiner Wurzelausläufer kann neue Triebe bilden. Dieser Neophyt ist extrem schwer zu bekämpfen. Es müsste über Jahre hinweg mindestens einmal monatlich gemäht werden, um der Pflanze allmählich die Energiereserven zu nehmen. Auch andere Verfahren wie Bodenaustausch oder chemische Methoden sind wegen ihres Aufwands, ihrer Nachteile oder zweifelhaften Erfolgsaussichten umstritten.

Bei Berührung giftig

Eine Bedrohung für den Menschen ist der Riesenbärenklau. Er ist auch unter dem Namen Herkulesstaude bekannt, wurde in den 1960er-Jahren aus dem Kaukasus importiert und kommt in der Bodenseeregion vereinzelt vor. Wenn man ihn bei Sonnenschein berührt, kann es zu schmerzhaften Verbrennungen und Quaddeln auf der Haut kommen. Auch Fieber, Schweißausbrüche und Kreislaufprobleme können auftreten. Zur Bekämpfung reicht es nicht, die Herkulesstaude abzuschneiden. Sie muss ausgegraben werden – mit geeigneter Schutzkleidung. Kommt es dennoch zur Berührung, sollte der giftige Pflanzensaft sofort gründlich abgewaschen, die Haut vor Licht geschützt und ein Hautarzt aufgesucht werden.

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Allergie im Anflug

Die Beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artimisiifolia) ist Allergikern ein Gräuel. Bereits wenige Pollenkörner in der Atemluft können die Entwicklung einer Ambrosia-Allergie mit Heuschnupfen und schwerem Asthma bewirken. Besonders fies: Weil die Ambrosie spät blüht, kann sich die Leidenszeit von Pollen-Allergikern bis in den Herbst hinein verlängern. Die Beifuß-Ambrosie stammt aus Amerika und ist dort als Unkraut weit verbreitet.