D – Singen | Das MAC Museum Art & Cars präsentiert in seiner neuen Ausstellung ab 3. Juni 2017 Werke der amerikanischen Pop-Art Legende James Francis Gill.

James F. Gill, geboren 1934 in Tahoka/Texas prägte die amerikanische Kunst-Szene der 60er-Jahre. Nach Wehrdienst und Ausbildung in einem Architekturbüro folgte ein Studium mit anschließender Arbeit im Bereich Architektur-Design. Erst später konzentrierte sich Gill auf seine künstlerische Laufbahn und zog im Jahr 1962 nach Los Angeles. Internationale Anerkennung erfuhr Gill, nachdem das Museum of Modern Art in New York sein Werk „Marilyn Triptych“ in seine Sammlung aufnahm. Gemeinsame Ausstellungen mit Andy Warhol, Edward Hopper und Roy Lichtenstein, aber auch die Gestaltung eines Titelblattes des TIMES Magazins brachten ihm Ruhm. Es zeigte den Russen Alexander Solschenizyn, der gerade aus einem russischen Arbeitslager entflohen war. Die vier Abbildungen, die einem Altarbild nachempfunden sind, stellen die Entwicklung eines gesichtslosen Mannes in einen lächelnden Mann dar, der seine Freiheit zurückgewonnen hat.

1972 überraschte James Gill die Kunstwelt: Auf dem Höhepunkt seiner Karriere zog er sich überraschend zurück. Er kaufte sich in Kalifornien ein Grundstück und baute sich nach eigenen Plänen sein neues Domizil.

John Wayne, Paul Newman & Marilyn Monroe

Zehn Jahre später startet seine Wiederentdeckung durch das Kunstmagazin „American Art“. 1987 beginnt Gill, den Computer als sein Zeichenwerkzeug zu nutzen. 2005 findet erstmals eine Retrospektive im Museum of Fine Arts in San Angelo statt. Ab 2010 beginnt Gills späte kreative Phase, in der die Darstellung klassischer Pop Art Ikonen wie John Wayne und Paul Newman, vor allem aber Marilyn Monroe einen großen Raum einnimmt.

James Francis Gill, „Marylin Ecstasy“, 2007

Die Ausstellung „Pop Art & Cars – James Gill“ im MAC Museum Art & Cars in Singen gilt als bedeutendste Museumsausstellung Europas. Es werden Arbeiten aus den Anfängen der Pop Art, darunter Werke, die bereits im Museum of Modern Art (MoMa), New York, und anderen amerikanischen Museen gezeigt wurden, aber auch eine Auswahl der besten neuzeitlichen Bilder präsentiert. Die frühen Werke von James Gill waren noch nie außerhalb der USA zu sehen. Neben seinen berühmten Porträts, unter anderem von John Wayne, sind auch Bilder der Serien „Political Prisoners“ und „Woman in Cars“ zu sehen.

James Gill wird bei der Vernissage am 03. Juni, ab 16 Uhr und auch am folgenden Tag persönlich anwesend sein. Er malte extra für dieses Highlight der europäischen James Gill Ausstellungen seine bislang größte Marilyn sowie einen Mercedes Silberpfeil. Begleitet wird James Gill von seinem deutschen Manager, Ted Bauer, von Premium Modern Art.

Ford T, Corvette C 1 & Indian

Als Ergänzung zur Kunst werden Fahrzeuge ausgestellt, die mit seinem Leben und seinem Herkunftsland in Verbindung stehen oder von ihm als Sujet gewählt wurden. Neben der amerikanischen Automobillegende Ford T ist auch eine Corvette C 1 zu sehen, wie sie der Künstler selbst besaß. Zeitgleich fuhr Gills Freund und Filmschauspieler John Wayne ein identisches Modell. Außerdem ein pinkfarbener Ford Thunderbird passend zum Konterfei Marilyn Monroes. Erstmals wird eine Ausstellung im MAC Museum Art & Cars durch Motorräder ergänzt; mit der Marke Indian als Sinnbild der amerikanischen Freiheitsliebe.

Als Highlight werden drei Race-Cars der berühmten „Indy 500“, dem traditionellsten amerikanischen Autorennen aus Indianapolis, im Dunkelraum inszeniert. Auch wenn Lucenti, Mercedes und Kurtis Kraft nie tatsächlich gegeneinander angetreten sind, entsteht in dieser Atmosphäre Rennfeeling pur.

03.06.-05.11., Mi 14-19 Uhr, Do+Fr 14-18 Uhr, Sa+So 11-18 Uhr | MAC Museum Art & Cars, Parkstraße 1, D-78224 Singen | +49 (0)7731 92 65 374 | www.museum-art-cars.com