D – Weingarten | Den Regisseur Douglas Wolfsperger zieht es filmisch immer wieder an den Bodensee. Hier ist er aufgewachsen, hier findet er Themen für seine Filme.

Zurzeit arbeitet Wolfsperger an der Fertigstellung des neuen Kino-Films mit dem Arbeitstitel „Die schönste Stadt der Welt“. Der Film erzählt vom Untergang des Konstanzer Programmkinos „Scala“. Oft sind seine Filme dokumentarisch angelegt, er hat aber auch Kino-Spielfilme gedreht. Seine Werke ernten ebenso Zuspruch wie Widerspruch, Filmpreise wie Kritik. Heftige Reaktionen löste beispielsweise sein Dokumentarfilm „Die Blutritter“ in Oberschwaben aus. Sein sehr privates Werk „Der entsorgte Vater“ (2008) führte zu einer Debatte um das Familienrecht in Deutschland.

Douglas Wolfsperger ist 1957 in Zürich als deutscher Staatsbürger und ältester Sohn eines Augenarztpaares geboren. Nach dem frühen Tod seines Vaters kam er mit zehn Jahren ins Kloster-Internat Weingarten. Sein Abitur legte er in Konstanz ab. Nach Stationen unter anderem in München und Köln lebt Wolfsperger seit 2002 in Berlin und am Bodensee. Er hat zwei Töchter.

10.05., 19 Uhr, Film „Die Blutritter“ | 18.05., 20 Uhr Film „Der entsorgte Vater“, danach Gespräch mit dem Regisseur | Kulturzentrum „Linse“, Liebfrauenstraße 58, D-88250 Weingarten | www.douglas-wolfsperger.de

Foto: Joachim Gern