In Konstanz bleibt es beim Verbot. Überlingen hingegen gab nun grünes Licht für die bisher verbotenen Heizpilze und macht damit ein Zugeständnis an die Gastronomie. Der Bund Naturschutz kritisiert diese Entscheidung, denn Heizpilze wurden bereits vor Jahren in vielen Kommunen als umweltschädlich und gefährlich eingestuft.

Retten Heizstrahler den Gastronomen das Herbst-/Wintergeschäft? Der Bundesverband der deutschen Gastronomen jedenfalls fordert die bundesweite Zulassung der teils verbotenen Heizpilze.

Im Herbst und Winter sei es damit leichter, die Abstandsregeln im Freien einzuhalten. So könnten die von der Corona-Pandemie gebeutelten Gastronomen auch in der kühlen Jahreszeit genügend Gäste bewirten. Andererseits sind Heizpilze ökologisch umstritten und die gasbetriebene Version ist in manchen Städten direkt verboten. Denn: Ein Heizpilz stößt bis zu 3,5 Kilogramm CO2 pro Stunde aus. Bei durchschnittlicher Nutzung von 40 Stunden in der Woche entstehen pro Heizstrahler bis zu vier Tonnen Kohlendioxid jährlich. Mit Strom betriebene Infrarotstrahler sind wegen der hohen Verbrauchskosten nur auf den ersten Blick eine Alternative. Die echte Alternative: Decken für die Gäste, die ihre Garderobe optimalerweise den Außentemperaturen anpassen.