„2.000 Jahre Wein auf Arenenberg“ sind Titel und Anlass für eine Sonderausstellung, die den Blick weit zurück bis in die Römerzeit schweifen lässt. Scherbenfunde deuten darauf hin, dass damals schon oberhalb des Untersees die Rebkultur gepflegt wurde. Vor 100 Jahren sorgte dann 1925 eine Schmuggelaktion dafür, dass die aussichtsreiche Müller-Thurgau-Züchtung vom Arenenberg aus ihren Siegeszug um die Welt antreten konnte. 400 Rebstöcke wurden am Zoll vorbei per Ruderboot ans über 20 Kilometer entfernte deutsche Bodenseeufer gebracht. Ob da mal nicht auch der römische Weingott seine Finger im Spiel hatte? Das Ausstellungs-Team rund um Museumsdirektor Dominik Gügel gruppierte sich anlässlich der Eröffnung passenderweise um eine Bacchus-Statue.

Text: Stefanie Göttlich, Foto: Vera Holder