Ob der liebe Gott dem Schwabenland besonders verbunden ist? Zumindest schwätzt und singt er in der komischen Kammeroper „Die Schwäbische Schöpfung“ von Sebastian Sailer und Meingosus Gaelle aus dem Jahr 1796 in schwäbischer Mundart. Schon zu Lebzeiten erfreute sich das Werk großer Beliebtheit, trotz oder gerade wegen seines komödiantischen Umgangs mit den biblischen Figuren. Mit seinen Gedanken zu Alltagssorgen und Rollenbildern ist es stets erstaunlich aktuell geblieben.

Das Stück erzählt von der Schöpfungsgeschichte, von Adam und Eva, vom Sündenfall und der Verbannung aus dem Garten Eden. Prämonstratenserpaters Sebastian Sailer übersetzte die biblische Handlung dabei in den bäuerlich-schwäbischen Alltag seiner Zeit und lässt die Zuschauerinnen und Zuschauer an Gottes oft menschlichen Gedanken teilhaben („Adam, schwätz, sei it so faul, sonscht schlägt di Gott Vattr uf’s Maul!“). Der Weingartner Mönch Meingosus Gaelle (1752-1816) hat „Die Schwäbische Schöpfung“ im Jahr 1796 als Oper vertont.

Die Oper wird von 21. bis 24. Oktober in Nonnenhorn, Roggenburg, Bad Schussenried und Wolfegg aufgeführt mit einem renommierten Ensemble, drei Gesangssolisten, historischen Instrumenten und viel schwäbischem Humor. Die Veranstaltung des Wangener Vereins „Alte Musik am Bodensee e.V.“ wird ermöglicht durch das Förderprogramm Landmusik des deutschen Musikrats.

Termine

Die geplanten Oktobertermine mussten verschoben werden.

  • 21.10. – neu 16.12. Nonnenhorn | St. Christophorus | 19.30 Uhr
  • 22.10. – neu 17.12. Roggenburg | Kloster/Refektorium | 19.30 Uhr
  • 23.10.neu 18.12. Bad Schussenried | Kloster/Bibliothekssaal | 19.30 Uhr
  • 24.10. – neu 19.12. Wolfegg | Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben | 17 Uhr

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Beitragsbild: Schwäbische Schöpfunbg | (c) Almut Benedix