Stefan Küng sicherte sich Ende Oktober den Schweizermeistertitel im Straßenrennen. Für ihn war das Rennen in Märwil ganz besonders. Zum einen, weil es durch seinen Heimatkanton Thurgau verlief und ihn Freunde und Familie anfeuerten. Zum anderen schaffte er es erstmals, dieses Schweizer Straßenrennen zu gewinnen. Damit ist Küng der erste Schweizer Veloprofi, der sich in einer Saison sowohl den Schweizermeistertitel im Zeitfahren als auch auf der Straße gesichert hat.

Auf der Erfolgsspur

2020 war für Küng überhaupt ein sehr erfolgreiches Jahr. Bei der Rad-WM in Imola schaffte es der 26-Jährige Zeitfahr-Meister in seiner eigentlichen Paradedisziplin das erste Mal bei einem weltweiten Titelkampf auf das Treppchen. Drei Sekunden trennten den Thurgauer von der Silbermedaille und 29 Sekunden vom ersten Platz. Dennoch erfuhr er sich auf dem 31,7 Kilometer langen und vorwiegend flachen Parcours einen guten dritten Platz.

Der Schweizer Radprofi gewann bereits im Sommer Gold. Nach Absage der Heim-WM in Aigle-Martigny nahm der Thurgauer am Zeitfahren der diesjährigen Straßen-Europameisterschaften in Frankreich teil auf dem Startplatz seines Kollegen Tom Bohli. Und das höchst erfolgreich: Stefan Küng sicherte sich auf dem 25,6 Kilometer langen Kurs in 30:18 Minuten den ersten Platz und verwies Remy Cavagna aus Frankreich um 18 Sekunden und den zweifachen Titelträger Victor Campenaerts aus Belgien mit 21 Sekunden Vorsprung auf die Plätze zwei und drei.

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 Foto: N.Götz / Equipe Groupama-FDJ