Die im Oktober gestartete Kampagne „Sicherer Hafen Baden-Württemberg“ kommt zurück auf die Straße. Der landesweite Aktionstag startet am 21. November in verschiedenen Städten – auch in Konstanz. Corona-konform stehen Social Media-Aktionen und eine neu gestartete Petition im Mittelpunkt.

Anlass für den Aktionstag ist die für das Bündnis weiterhin inakzeptable Situation geflüchteter Menschen an Europas Außengrenze. Ines Fischer von den Seebrücken Baden-Württemberg weiß: „Nicht nur auf den griechischen Inseln harren Menschen in grausamen nicht winterfesten Lagern aus, sondern auch auf dem gesamten Balkan oder in Libyen. Neben der Mittelmeerroute, die Menschen nehmen, um aus den libyschen Folterlagern zu fliehen, scheint sich gerade die Route über den Atlantik in Richtung kanarischer Inseln zu etablieren – leider oft auch tödlich.“ Deshalb will Seán McGinley vom Flüchtlingsrat Baden-Württemberg, der die Kampagne zusammen mit den Seebrücken koordiniert, das Wegschauen nicht weiter akzeptieren und fordert die Politik auf, Flüchtende endlich human zu behandeln. „Wer jetzt nichts sagt, macht sich an den Verbrechen an Europas Außengrenzen mitschuldig“, unterstreicht er seine Forderung. Ein entsprechender offener Brief richtet einenAppell an Ministerpräsident Kretschmann und Innenminister Strobl und kann von Gruppe, Initiativen, Vereinen oder Gemeinden unterzeichnet werden.

Bei einer Aktion in Konstanz wird am Aktionstag ab 14 Uhr eine Box mit orangenen Mützen und Papierschiffchen am Karl Steuer Brunnen aufgestellt. Passanten werden gebeten, Bilder zu posten mit den Hashtags #SichererHafenBW, #BWHatPlatz, #BWNimmtAuf, #WärmeFürAlle .

21.11. | Kampagne „Sicherer Hafen Baden-Württemberg: Wärme für alle“
Weitere Infos zu den Aktionen:
www.sichererhafen-baden-wuerttemberg.com
bw@seebruecke.org
Onlinepetition