Hochschule würdigt Spitzenleistungen

Mit so vielen Gästen wie nie zuvor, hat die HTWG Hochschule Konstanz am 18. November das Akademische Jahr gefeiert. Das Präsidium bot Einblicke in die strategischen Entwicklungen der Hochschule und die vielfältigen Erfolge im vergangenen Jahr. Die Vergabe von Stipendien und Preisen belegte die herausragenden Leistungen von Studierenden, Forschenden und Lehrenden. 

Die große Vielfalt der rund 150 Anwesenden aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft spiegelte wider, was das vergangene Jahr geprägt hat: intensiver Austausch, gemeinsames Gestalten und Engagement. Im Mittelpunkt des Abends standen die Auszeichnungen für Studierende, Forschende und Lehrende sowie Einblicke in Entwicklungen, die die Hochschule vorangebracht haben – vom Leitbild Lehre und Erfolgen im CHE-Ranking über die Selbstverpflichtung zum Klimaschutz, der Campussanierung bis hin zum Ausbau internationaler und regionaler Kooperationen.

Gemeinsam stark für die Region  
„Kein Akteur, keine Organisation und keine Fachrichtung kann die Herausforderungen unserer Zeit allein lösen. Deshalb setzen wir auf Zusammenarbeit – und unsere Transferverbünde mit den Städten Konstanz und Singen zeigen, wie erfolgreich solche Kooperationen sein können“, sagte Präsidentin Prof. Dr. Sabine Rein in ihrer Eröffnungsrede. Wie die Zusammenarbeit unter anderen auch im Bereich Forschung aussehen kann, verdeutlichte Vizepräsident Prof. Dr. Gunnar Schubert, beispielhaft an einem „Smart Green City“-Projekt zur Prädiktiven Ampelschaltung, das die Hochschule und die Stadt Konstanz gemeinsam umsetzen.

Besonders eindrucksvoll zeigte sich die enge Vernetzung zwischen Hochschule und regionalen Akteuren bei der Verleihung des Kliniken Schmieder-IST-Stipendiums, das in Kooperation mit der Hochschule Konstanz Stiftung vergeben wurde. Mit dem Stipendium fördern die Kliniken Schmieder bereits zum zweiten Mal ein Promotionsvorhaben im Bereich Innovation und Unternehmertum. Über das Kliniken Schmieder-IST-Stipendium freuen durfte sich Niklas Schmid, Doktorand am Institut für Strategische Innovation und Transformation an der HTWG. 

Der Wissenschaftspreis, gestiftet von der Gabriele und Heinrich Grieshaber Stiftung aus Weingarten, den Dr. Nicolai Heinzelmann für seine Dissertation über das Zusammenspiel von Industrie- und Start-up-Ökosystemen erhielt, verdeutlichte, dass die regionale Vernetzung zwischen Hochschule und Unternehmen auch über die Konstanzer Grenzen hinaus gelebt wird. 

Internationales Profil wird weiter geschärft 
Ein weiteres Fokusthema des Abends war die Internationalisierungsstrategie der Hochschule. Die HTWG ist im Bereich Internationalisierung unter den baden-württembergischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaft bereits jetzt sehr stark aufgestellt. Zu den internationalen Höhepunkten des Jahres zählte für Präsidentin Rein eine Delegationsreise nach Indien mit Wissenschaftsministerin Petra Olschowski. Die Eindrücke der Reise bestärken das Präsidium der Hochschule in ihrer internationalen Gesamtstrategie, die sich auch auf den Lehrbereich auswirkt. Diese umfasst nicht nur die Erweiterung des englischsprachigen Studienangebots, wie Vizepräsident Prof. Dr. Thomas Birkhölzer erklärte: „Im Wintersemester haben wir einen Micro-Degree und einen Micro-Credential eingeführt, zwei Zertifikatstypen, die unseren Studierenden internationale und interkulturelle Kompetenzen bescheinigen.“

Internationale und interkulturelle Kompetenzen und vor allem eine große Portion Engagement bewies auch die indonesische Bachelorstudentin Freda Mayer. Sie erhielt das erstmals von der Hochschule Konstanz Stiftung vergebene HTWG International Scholarship für Studierende aus dem Nicht-EU-Ausland. Es unterstützt leistungsstarke Studierende dabei, die finanzielle Belastung, die durch ein Studium in Deutschland entstehen, zu bewältigen.

Motiviert und geschlossen in die Zukunft
Für ihr Engagement ausgezeichnet wurden auch motivierte Lehrende, die die Studierenden fit für die Herausforderungen der Zukunft machen. Dr. Marc Strittmatter, Professor für Wirtschaftsrecht, erhielt den „Lehrpreis Blended Learning“ für seine Veranstaltung „Moot Court. Grundrechte in unruhigen Zeiten“, in der Studierende durch Dialektik lernen zu argumentieren, zuzuhören und zu verstehen. Einen Sonderpreis der Lehrpreis-Jury erhielt HTWG-Theaterpädagogin Anna Hertz für ihr „Future Skills Coaching“. Durch ihren Einsatz im Hochschultheater vermittelt sie den Studierenden wichtige Fähigkeiten, wie Selbstwirksamkeit, Kommunikationskompetenzen oder Projektmanagement, die das Fachstudium sinnvoll ergänzen. 

Der Abend machte deutlich, dass sich die HTWG ideenreich und geschlossen den Aufgaben der Zukunft stellt. Wichtig sind dabei auch Partner, die in Zeiten knapper Kassen unbürokratische Projektunterstützung leisten können. Einen wesentlichen Anteil hat neben der Hochschule Konstanz Stiftung die Fördergesellschaft der Hochschule Konstanz e.V., die vier Preise für leistungsstarke und sozial engagierte Studierende gestiftet und die Veranstaltung finanziell unterstützt hat. 

Präsidentin Prof. Dr. Rein betonte zum Abschluss, dass die Erfolge der HTWG das Ergebnis erfolgreicher interner und externer Zusammenarbeit seien und bedankte sich bei allen Beteiligten. Unter den Gästen der Jahrfeier waren in diesem Jahr Landrat Zeno Danner, Oberbürgermeister der Stadt Konstanz Uli Burchardt, Prorektor der Universität Konstanz Prof. Dr. Rüdiger Wilhelmi und der Präsident des Landgerichts Dr. Christoph Reichert. 

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