Der Bahnverkehr um den Bodensee soll besser werden und jetzt tut sich was: Die Deutsche Umwelthilfe startet mir ihrer Kampagne die Elektrifizierung von Bahnstrecken, die Bodenseegürtelbahn steht dabei im Fokus.

Für die Verbesserung des Bahnverkehrs in der Bodenseeregion wird bereits über ein grenzüberschreitendes S-Bahn-Netz und die bessere Anbindung der Bodenseeregion an das überregionale Eisenbahnnetz diskutiert. Ein Erfolg ist jetzt, dass immer mehr alte Dieselloks von den Trassen der Bodenseegürtelbahn verschwinden. Bis 2025 sollen die Strecken von Radolfzell nach Friedrichshafen sowie die Strecke zwischen Tübingen und Sigmaringen elektrifiziert werden. Bis 2030 soll das gesamte deutsche Schienennetz zu 100 Prozent mit Strom versorgt werden. Denn der Elektrifizierungsgrad in Deutschland liege derzeit nur bei 61 Prozent, damit schlechter als Polen und von den 100 Prozent der Schweiz noch weit entfernt. Wilfried Franke, Direktor des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben, wollte die langsamen Entwicklungen nicht länger hinnehmen. Die Gründung eines Interessensverbandes und das Investieren von kommunalem Geld haben schließlich dazu geführt, dass die Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn in die Wege geleitet wird. (na)

www.bodo.de | www.bodensee-s-bahn.org

Zwischen Aulendorf und Ravensburg werden seit März 2020 im Rahmen der Elektrifizierung der Südbahn 813 Oberleitungsmasten gesetzt sowie das sogenannte Kettenwerk und die Oberleitung gezogen.

Foto: bodo/Bernd Hasenfratz,

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