D – Konstanz | 20.04.-23.05. | Erneut ist es dem Theater Konstanz gelungen, einen großen Namen in die Bodenseestadt zu holen: Serdar Somuncu führt Regie in der Groteske „Mein Kampf“.

Serdar Somuncu, geboren 1968 in Istanbul, ist Schriftsteller, Moderator, Musiker und Regisseur. Er erhielt u.a. den Deutschen Literatur-Theater-Preis und den Prix Pantheon. Nun inszeniert er in Konstanz die Farce „Mein Kampf“ von George Tabori. Das Stück vereint Komik, Weltschmerz und Menschenliebe zu einem Porträt der „Banalität des Bösen“ und setzt ihm den Reichtum jüdischer Kultur und Geschichte entgegen.

Die Geschichte spielt in einem Wiener Männerasyl. Hier wohnen der Koch Lobkowitz und Schlomo Herzl. Ihre Kraft für den täglichen Überlebenskampf ziehen sie aus der philosophischen Betrachtung einer Welt, in der sie nicht viel zählen. Als ein Habenichts namens Adolf Hitler auftaucht, empfangen sie ihn freundlich. Herzl versucht, ihm Manieren beizubringen, Wortgewandtheit zu vermitteln und ihm die Angst vor der Zukunft zu nehmen – mit fatalen Folgen.

20.04. (Premiere) | 24., 26.+28.04. | 02., 03., 04., 05., 09., 11., 12., 13., 22. + 23.05. | Stadttheater, Konzilstr. 11, D-78462 Konstanz | www.theaterkonstanz.de

Fotos: Frank Lübke