D – Konstanz | Februar | Es wird wütend, es wird laut, rasend, gierig, rücksichtslos und idealistisch. Kurz: Das Theater Konstanz zelebriert im Februar mit zwei außergewöhnlichen Premieren den Facetten-Katalog menschlicher Emotionen – und menschlicher Abgründe.

Den Anfang macht am 3. Februar „Wut“, ein Stück der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Unter Regie von Claudia Meyer entfaltet diese wohl unberechenbarste aller Emotionen ihre volle, heiße Strahlkraft. Nach den Anschlägen auf das französische Satiremagazin „Hebdo“ schrieb sich Jelinek ihre Wut von der Seele. Das Ergebnis ist eine Auseinandersetzung mit der Wut selbst als prägendes Phänomen unserer Zeit. Wütende Protagonisten füllen die Bühne mit ihrer eigenen, persönlichen und doch gesellschaftsübergreifenden Wut.

Ebenso hochaktuell, jedoch kühler und abgeklärter gestaltet sich am 23. Februar Ayad Akhtars „Die unsichtbare Hand“ unter Regie von Mark Zurmühle. Der Thriller des amerikanischen Erfolgsautors erzählt vom Verhältnis des heutigen Terrorismus zu der Macht des Kapitals und hinterfragt den Treibstoff des Terrors. Ideologie? Oder doch „nur“ die Schere zwischen arm und reich?

03.+23.02., 20 Uhr | Theater Konstanz, Konzilstraße 11, D-78462 Konstanz | www.theaterkonstanz.de