Unsere Tipps unten im Beitrag werden regelmäßig aktualisiert.

Aktuell sieht Alltag in Familien komplett anders aus als zuvor. Der Frühling lockt aber wir sind angehalten, weiterhin viel Zeit Zuhause zu verbringen. Hier passiert gerade alles: Homeoffice, Homeschooling und die Betreuung von Kindergartenkindern. Kitas und Schulen sind weiterhin geschlossen und auch zukünftig wohl nur eingeschränkt zugänglich. Eine Herausforderung für alle Familien.

Das Berliner Team des Forschungs- und Praxisprojektes „Medienerziehung im Dialog von Kita und Familie“ der Stiftung Digitale Chancen und der Stiftung Ravensburger Verlag, die das Projekt mit 450.000 Euro fördert, gibt praktische Empfehlungen, wie Familien gut durch die Corona-Zeit kommen – mit und ohne Medien. Längst sind digitale Medien aus Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken – und ihre Nutzung muss gerade jetzt gesteuert werden.

Viele Eltern stehen in Zeiten von Corona vor dem gleichen Problem: Ihre Kinder müssen zuhause beschäftigt werden. Tablet und Smartphone mit Angeboten für Kinder bieten Eltern einen Ausweg aus dem Dilemma. Zugleich reagieren die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender auf den Betreuungsbedarf mit erweitertem Kinderprogramm. Und doch wirft der Griff zu Fernbedienung oder Spiele-App bei vielen Müttern und Vätern Fragen auf: Wie oft, wie lange und mit welchen Inhalten sollten die Kids digitale Medien nutzen? Hier einige praktische Empfehlungen:

  1. Regeln vereinbaren. Diese können durchaus vom sonstigen Mediennutzungsverhalten abweichen – erläutern Sie Ihren Kindern die Ausnahmen und schließen Sie gemeinsam einen „Mediennutzungsvertrag“ für die Zeit der Schul- und Kitaschließung, an den sich jeder hält! Beachten Sie, was Ihr Kind schaut oder spielt und vereinbaren Sie, welche Inhalte okay sind.
  2. Vorbild sein. Im Homeoffice sind auch die Erwachsenen permanent am Laptop oder Smartphone. Erklären Sie Ihrem Kind, für welche Arbeit Sie die Geräte verwenden und dass Sie nicht den ganzen Tag mit Computerspielen verbringen. Da Kinder digitale Medien meist zur Unterhaltung nutzen, müssen sie andere Zwecke erst kennenlernen.
  3. Gemeinsam Pause machen. Eine Runde UNO oder Mikado ist eine gute Möglichkeit, produktive Arbeitspausen einzulegen. Unterteilen Sie die Arbeit in kurze Zeitintervalle und legen Sie regelmäßig digitale Pausen ein.
  4. Eigenes Medienverhalten hinterfragen. Ist der ständige Blick aufs Smartphone nötig oder nur eine Angewohnheit? Konzentrieren Sie sich auf notwendige Aufgaben.
  5. Gute Kinder-Apps suchen. Hier hilft die Datenbank „Apps für Kinder“ des Deutschen Jugendinstituts: www.dji/themen/medien/kinderapps.html
  6. Ausgleich schaffen. Gehen Sie mit Ihren Kindern möglichst an die frische Luft und bewegen Sie sich.

Und immer wieder gilt: Seien Sie Ihrem Kind ein Vorbild und erklären Sie, warum diese Maßnahmen wichtig und richtig sind. Dann kommen Sie gut durch diese schwierige Zeit.

www.stiftung-ravensburger.de

Text: Britta Zimmermann, Fotos: Annie Spratt , Allen Taylor, Kelly Sikkema

Tipps und Anregungen für Kinder

Ab ins Museum

Zeppelin Museum Friedrichshafen bietet virtuelle Ausstellungen und Workshops für Kinder. So kann unter anderem ein Rundgang durch „Die Vernetzung der Welt – Pionierfahrten und Luftverkehr über den Atlantik“ “ gemacht werden. www.zeppelin-museum.de

Das Museum Lindau kommt auch mit digitalen Ausstellungen nach Hause. Als kleiner Zeitvertreib gibt es unter dem folgenden Link ein Malbuch zum Ausdrucken und Ausmalen. Die kreativen Ergebnisse können als Fotos oder Scans gerne an museum@lindau .de gesendet werden.Viel Spaß beim Malen! www.kultur-lindau.de/museum/paulaundotto/

Das Bodensee-Naturmuseum öffnet sein Archiv und stellt seine Rätsel und Ausmalblätter aus den letzten Jahren auf seiner Homepage kostenlos zur Verfügung. Unter www.konstanz.de/bodensee-naturmuseum können Familien das Material herunterladen, wenn die Kinder ruhige Beschäftigung brauchen. Die Themen reichen von Dinosauriern bis zur Blumenwiese; die Aktivitäten richten sich an Kindergarten- und Grundschulkinder – da ist für jeden etwas dabei!

Wissenswerkstatt Friedrichshafen e.V.

Was ist ein Magnet? Wie baue ich ein 3D-Labyrinth? Wie kann ich Apps programmieren? Diesen und vielen anderen Fragen geht die Wissenswerkstatt nach. Sie hat ihr Angebot für Kinder und Jugendliche von 6 – 18 Jahren ins Netz verlegt. Angeboten werden Kurse zu naturwissenschaftlichen Themen, die Praxis steht im Vordergrund. Wenn nötig werden Materialien im Vorfeld per Post verschickt. Alles zu den kostenfreien Kursen und zur Anmeldung unter www.wiwe-fn.de

… oder was Kreatives?

Blumige Bilder

Auch die Insel Mainau hat sich etwas Kreatives überlegt und bietet jede Woche den sogenannten „Mitmach-Mittwoch“ an, an welchem Ausmalbilder auf der Homepage veröffentlicht werden. Die fertigen Kunstwerke können dann in den Facebook-Kommentare gepostet werden.

mainau.de/de/malvorlagen | m.facebook.com/InselMainau?

Regenbogen malen

Macht mit bei der Aktion, die derzeit nicht nur rund um den Bodensee läuft. Kinder in Italien und Spanien sollen die Ersten gewesen sein, die Regenbogen gegen Corona gemalt haben. Die bunten Bilder wollen Hoffnung und Mut machen. Manche sind mit „Alles wird gut“ betitelt. Die gemalten Regenbogen weisen aber auch darauf hin, dass hinter dieser Tür oder jenem Fenster Kinder wohnen, die bei schönstem Wetter hauptsächlich zuhause bleiben müssen und kaum draußen spielen zu dürfen. Ein Zeichen für alle Kinder, die diese Bilder sehen, dass es viele Leidensgenossen in der Nachbarschaft gibt, die ebenfalls wenig raus dürfen. Und gleichzeitig eine Einladung, das eigene Haus mit einem Regenbogen zu schmücken und damit anderen, die das Kunstwerk sehen, Freude zu bereiten. Übrigens unter dem #RegenbogenGegenCorona können Eltern die Werke ihrer Kinder auf Twitter teilen.

ONLINE ZOO

Weitere Tiere kann man auf der Instagram- und Facebook- Seite des Walter Zoos Gossau in der Schweiz betrachten. Die Zoobetreiber und Mitarbeiter möchten ihre Fans regelmäßig mit aktuellen Tiervideos auf dem Laufenden halten und so „den Walter Zoo nach Hause zu den Menschen bringen“. www.walterzoo.ch

kids@home – Kindergarten für zuhause

Um Eltern den Alltag mit den Kleinen zuhause zu erleichtern und um den Tag abwechslungs- und lehrreich zu gestalten, wurde in Bregenz die Website kidsathomebregenz.com ins Leben gerufen. In Abstimmung mit der Dienststelle Familien und Kinder der Landeshauptstadt Bregenz wurden unterschiedliche Themenbereiche erstellt und Materialien für die Website gesammelt. Alle Pädagoginnen und Pädagogen der Bregenzer Kindergärten und Kinderbetreuungseinrichtungen helfen mit, unterschiedlichste Spiel- und Lernmaterialien zu liefern, um die Website so laufend weiter zu befüllen und auszubauen. Auf der Website werden inzwischen verschiedene Spiele und Übungen angeboten – von Bewegungs-, Sprach- und Kreativspielen bis zu Fördervorschlägen für Kinder im Vorschulalter als Vorbereitung auf die Schule. Auch dieses Angebot wird laufend ergänzt.

Büchereien mit Online-Angebot

Die Bregenzer Stadtbücherei hat zur Vorsicht geschlossen, bietet ihre Bücher nun aber online an. Jeder kann sich einen kostenfreien Zugang holen und elektronische Bücher und Hörbücher ausleihen. Dabei stehen rund 24.000 Medien zur Verfügung, damit man sich die Zeit zu Hause etwas schöner machen kann. www7open.bregenz.at

Auch die Onleihe Hegau-Bodensee www.onleihe.de ist nutzbar. Eine Verlängerung abgelaufener Bibliotheksausweise ist per Email möglich in Konstanz und Singen.

Fernsehtipp für Kinder:

Regionalsender strahlen „Hallo Benjamin!“ aus

Die baden-württembergischen TV Sender übernehmen Kindersendung des Evangelischen Medienhauses. Die sieben regionalen Fernsehsender im Land strahlen ab 26. März die vom Evangelischen Medienhaus GmbH produzierte Kindersendung „Hallo Benjamin!“ aus. Die Mitmach-Sendung richtet sich an Kinder von 5 bis 10 Jahren und vermittelt spielerisch Werte und Wissen. Die Moderatorin und 3 kleine Gäste spielen, basteln, experimentieren und kochen – da hat Langeweile keinen Platz. „Wir möchten mit diesem Angebot den Familien im Land helfen, mit der Situation während der Corona-Krise umzugehen“, sagt Tobias Glawion, Geschäftsführer vom Evangelischen Medienhaus. „Mit einer Vielzahl von Programmmaßnahmen sind die Sender ganz nah bei den Menschen in der Region“, ergänzt Rolf Benzmann, Geschäftsführer von Regio TV Bodensee, der die Initiative startete. 

Die Ausstrahlung erfolgt über Kabel, Satellit und Lifestream jeweils Montag bis Freitag von 9 bis 10 Uhr, sowie von 13 bis 14 Uhr. Die Regio TV-Gruppe (Stuttgart, Ulm, Ravensburg), die Baden TV-Gruppe (Karlsruhe, Freiburg) sowie RNF (Mannheim) und LTV (Heilbronn) erreichen monatlich rund 5 Millionen Zuschauer in Baden-Württemberg. Weitere Informationen unter www.hallo-benjamin.de​ und  www.tv-bw.de