Viele kennen die Schauspielerin Angelika Bartsch aus zahlreichen Fernsehproduktionen, darunter „Tatort“-Folgen, die Krimiserie „Heldt“ oder die Serie „Rote Erde“ sowie aus Kinofilmen wie „Schlafes Bruder“. Ihre Leidenschaft gehört dem Theater und die Liste der Häuser und Festspiele, an denen sie schon gespielt hat, ist lang. Nun hat Angelika Bartsch eine Gastrolle am Theater Konstanz in Svenja Viola Bungartens Theaterstück „Tot sind wir nicht“ übernommen. Premiere ist am 16. Dezember.

Angelika Bartsch verkörpert in „Tot sind wir nicht“ eine der beiden älteren Damen, die sich mitunter mitten in der Nacht mit Pelzmantel und Schinkenbrot treffen und mit Medikamenten dealen. Sie brauchen das Geld, um sich ihren großen Traum zu erfüllen: einen gemeinsamen Lebensabend auf Okinawa, wo die Menschen uralt werden. Doch der todkranke Ehemann der einen macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Er stirbt und mit ihm auch die Rezeptquelle. Auf skurril-komische Weise erzählt „Tot sind wir nicht“ von großen Träumen und zeigt, dass Lebenswünsche und Sehnsüchte kein Alter kennen.

Beim Interview bietet Angelika Bartsch mir gleich das „Du“ an, freut sich, dass sie als die Ältere das jetzt immer öfter machen kann.

akzent: Wie bist du durch die Pandemie gekommen? Durch eine Zeit, in der Auftritte vor Publikum nicht möglich waren.
Angelika Bartsch: Am 13. März 2020 kam der erste Anruf vom ersten Theater, in dem es hieß: „Stopp, wir spielen nicht!“ Zu der Zeit habe ich gleichzeitig an zwei oder drei Bühnen gespielt. So ging es weiter, erst mal wurde alles nur verschoben, dann abgesagt, auch Dreharbeiten, und es gab Panik wegen Corona. Sie waren aber zum Glück fair und haben uns Schauspielende ausbezahlt – auch die Gäste. Ich bin ja fast immer Gast in verschiedenen Häusern, bin fast nie fest, deshalb sind es auch so viele Bühnen, auf denen ich schon gespielt habe.

akzent: Also bist du als Schauspielerin gerne auf Wanderschaft?
Angelika Bartsch: Ja auch, aber vor allem hat es mit der Struktur in den Häusern zu tun. Ich war in den 43 Jahren, in denen ich das jetzt mache, zweimal fest engagiert. Einmal in der 1980er-Jahren im Schauspielhaus in Hamburg, erst bei Niels-Peter Rudolph, dann bei Peter Zadek und dann habe ich ein Kind gekriegt. In dieser Situation wurde man damals nicht verlängert. Wenn man einen befristeten Zeitvertrag hatte, wie das für Schauspieler*innen üblich ist, war das Grund für eine Nicht-Verlängerung. Mein zweites festes Engagement war dann in den 1990ern in Wuppertal. Aber sonst alles Drumherum war ich immer frei und immer dort, wo es was Gutes zu spielen gibt. So wie hier in Konstanz, das Stück ist nämlich sehr gut!

Ich erzähle auch gerne noch eine Anekdote zu meiner Nichtverlängerung nach der Schwangerschaft. Auf meine Anfragen beim damaligen Rechtsanwalt der GDBA (Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger) hieß es dann: „Brauchen Sie gar nicht versuchen, brauchen Sie gar nicht prozessieren, das ist eben diese besondere Härte in diesem besonderen Beruf.“ – Das heißt, die Nichtverlängerung ist gültig und keiner zahlt das Mutterschaftsgeld. Es hat sich zum Glück bis heute ein bisschen gebessert, da es inzwischen mehr Theaterleiter*innen gibt, die das anders lösen. Aber vom Grundtenor hat sich rein rechtlich leider nicht viel geändert. Da fällt mir ein, Pina Bausch hat das am Tanztheater Wuppertal bereits schon vor 30 Jahren gemacht, hat also werdende Väter und Mütter aus ihrem Ensemble behalten, und das hat Holk Freytag am Wuppertaler Schauspielhaus übrigens auch getan. Es gab also auch damals schon Ausnahmen.

akzent: Du lebst in Hamburg, und in Konstanz warst du noch nie, oder?
Angelika Bartsch: Engagiert nicht. Wir hatten in Konstanz allerdings mit den Hamburger Kammerspielen ein Gastspiel mit „Chuzpe“; das ist aber auch schon ein paar Jahre her.

akzent: Wie kommt es jetzt zu diesem Gastauftritt? Was gibt es für Verbindungen zum Theater Konstanz?
Angelika Bartsch: Das ist ganz einfach, die Verbindung ist die Intendantin. Ich kenne Karin Becker aus Hamburg. Sie war, bevor sie nach Konstanz kam, am Thalia Theater Hamburg künstlerische Betriebsdirektorin und davor war sie auch am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Dort haben wir uns in der Kantine kennengelernt und gleich festgestellt, dass wir beide Schwäbinnen sind. Und immer, wenn man sich im Exil trifft, verbindet das. Man verfällt in den Dialekt. Dann haben wir uns angefreundet. Und jetzt bin ich hier.

Karin Beckers großer Wunsch war es zu der Zeit in Hamburg, selbst mal ein Haus zu leiten. Sie sagte damals: „Und wenn ich dann mal ein Haus habe, dann engagiere ich euch alle.“ Und dann kam der glückliche Tag, wo es so wurde, und sie sagte: „Ich kann euch alle nicht engagieren, es gibt zu wenig Geld.“ Dann haben wir im Dunstkreis der Kolleg*innen und Freund*innen gesagt, wenn was Schönes in Konstanz geplant ist, dann frag doch, wir können dann ja schauen, wie wir das hinkriegen.

Ich drehe ja zum Glück immer recht viel und finanziere meine Theateraktivitäten auch mit Drehen. Ich finde es spannend, beides machen zu können: Auf der Bühne und vor der Kamera zu stehen.

akzent: Im Stück „Tot sind wir nicht“ geht es um den Umgang und das Geschäft mit dem Tod und um das Thema Unsterblichkeit. Kannst du uns einen kurzen Einblick in deine Rolle geben?
Angelika Bartsch: Beate heißt die Figur, die ich spiele, und die andere heißt Ute K. Ich sehe die Figur, die ich spiele, nicht losgelöst von meiner Partnerin auf der Bühne. Das ist ein Doppelpack – die brauchen sich, die ergänzen sich. Wie das halt so ist in Beziehungen, da ist ja nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Sie müssen miteinander auch Schicksalsschläge hinnehmen und gemeinsam tragen – jede auf ihre Art. Für mich geht es nicht nur um Tod und Unsterblichkeit. Für mich geht es vor allem auch um Freundschaft und um die Frage, wie sich Liebe definiert. Ist das eine sexuelle Sache, ist das eine Gewohnheitssache, ist das eine innige Sache? Was bedeutet es, eine Verbundenheit mit einem anderen Menschen zu haben? Ich finde es sehr klug, dass die junge Autorin das Thema bei älteren Menschen verortet, um es überhaupt erzählen zu können. Erst über die Rollen der lebenserfahrenen Figuren im Stück kann sie beschreiben, was es bedeutet, wenn man so eine Nähe über so viele Jahre hat. Und das hat nichts mit Sexualität oder Geschlecht zu tun, sondern es geht um Menschlichkeit. Es gibt so Sätze, da sagt Ute K.: „Ja jetzt bin ich ganz allein“, nachdem ihr Mann tot ist. Und dann sagt Beate: „Nein, du bist nicht allein.“ Ganz ehrlich und ganz tief und das finde ich ganz toll. Ich mag sowas unheimlich.

akzent: Wieso hat die Ute da ein „K.“ hinter dem Vornamen?
Angelika Bartsch: Weil die verheiratet ist und der Mann, dessen Namen sie übernommen hat, heißt mit Nachnamen K. Beate hingegen hat keinen Mann, der hat sie verlassen vor 25 Jahren, das sagt sie im Stück. Ob das so stimmt, wissen wir noch nicht, wir tasten uns da gerade in den Proben ganz vorsichtig ran.

akzent: Deine Partnerin im Stück spielt Sabine Martin, die wie du nicht in die Schublade „ältere Dame“ passt, sondern immer voller Energie und mit vollem Körpereinsatz auf der Bühne zu sehen ist. Macht es Spaß, mit ihr zusammen in euren Rolle auf der Bühne gegen das Alter aufzubegehren?
Angelika Bartsch: Wir begehren nicht auf. Die Einschätzung, ob jemand alt ist oder nicht, hat ja mit Energie zu tun und nicht mit Falten oder tatsächlich mit Jahren. Ich denke, dass wir beide zu der Sorte gehören, die zwar immer älter wird, wie alle anderen auch, aber unsere Energie noch eine andere ist. Anders als bei manch anderen aus unserem Jahrgang, die vielleicht nicht 43 Jahre Theater gespielt haben, sondern 43 Jahre einer körperlich anstrengenden Arbeit in einer Fabrik nachgehen musste oder anderswo. Das kann man gar nicht vergleichen. Als Spielende machen wir uns überhaupt keine Gedanken über das Alter, im Gegenteil, wir machen eigentlich die ganze Zeit eher Witze darüber.

akzent: Nicht nur die Autorin ist jung. „Tot sind wir nicht“ wird auch von einem jungen Team umgesetzt. Wie funktioniert das Miteinander?
Angelika Bartsch: Bei den Proben erlebe ich gerade einen richtigen Generationenaustausch. Das ist sehr interessant. Tatsächlich ist es ein junges Team mit der Dramaturgin Hannah Stollmayer, mit Janna Keltsch für Bühne & Kostüme, die musikalische Leitung hat Phillipp Koelges, und wir haben mit Swen Lasse Awe auch einen jungen Regisseur, was sehr schön ist. Den finde ich ganz toll, der lässt uns Freiraum, weiß aber ganz genau, wo er hinwill. Hier bei diesem Stück arbeiten wir viel mit Assoziation. Swen Lasse Awe gehört zur Generation, die ganz viel im Netz unterwegs ist. Er bietet uns täglich aktuelles Material und spannende Anstöße. Die gute Atmosphäre hat ganz viel damit zu tun, wie er mit uns Spielenden umgeht, welche Offenheit er hat. Dass er uns einen „geschützten Raum“ gibt – so sehe ich Theaterspielen –, in dem wir einander treffen dürfen. Swen Lasse Awe ist bei uns, ist nicht jemand, der sagt, jetzt machst du mal das und das oder du gehst jetzt mal von hier nach da oder du machst jetzt mal Spagat, Purzelbaum oder irgendwas und dann muss man das erfüllen. Sondern er sagt, lass es uns ausprobieren und dann schaut man gemeinsam, wie das passt oder auch nicht.

Es ist wirklich eine sehr gute Zusammenarbeit. Ich bin auch von allen Kolleg*innen, die mit mir auf der Bühne stehen, sehr angetan: Odo Jergitsch (Piotr Nagel), Kristina Lotta Kahlert (Franka), Dominik Puhl (Jason Nagel) und natürlich Sabine Martin (Ute K.).
Wir Schauspielenden sind zwar prädestiniert, mit Menschen sehr schnell Nähe aufzubauen. Aber hier habe ich das Gefühl, dass das wirklich funktioniert. Es ist nicht nur dieses Abliefern oder „jetzt zeig mal und jetzt mach mal“. Denn es geht nicht um Fertigkeiten, sondern um Fähigkeiten und das ist das Wichtige in unserem Beruf.

akzent: Es ist ein Stück mit zwei Glanzrollen für „reifere“ Schauspielerinnen. Sie sind verliebt, haben Träume, trauen sich was. Haben solche starken Frauen-Rollen weiterhin noch Seltenheitswert oder darf frau inzwischen auch mit „grauen“ Haaren noch mitspielen? 
Angelika Bartsch: Das ist eine strukturelle Frage. Ob sich das insgesamt ändert, weiß ich nicht. Hier in Konstanz habe ich das Gefühl, dass Karin Becker und ihr Team sehr viel dafür tun, dass sich was ändert. Dass also nicht immer das normale strukturelle Rollenklischee erfüllt wird.
Das war noch anders zu Beginn meiner Schauspielzeit. Als ich die Aufnahmeprüfung machte, waren von 1200 Bewerber*innen 800 Mädchen. Angenommen wurden aber acht Männer und vier Frauen. Und so war und ist auch oft weiterhin das Verhältnis in den Stücken. So wurde damals schon argumentiert und es stimmt leider größtenteils bis heute. Viele Stücke sind so geschrieben: Zwei Drittel Männerrollen und ein Drittel Frauenrollen.

Um es ganz vereinfacht auszudrücken, hieß es damals: „Deshalb braucht man nicht so viele Weiber, deshalb braucht man mehr Kerle.“ Für Männer gibt es weiterhin viel mehr Rollen, die müssen manchmal auch gar nicht so gut sein. Frauen aber müssen immer besser sein, das ist wie in fast jedem anderen Beruf auch. Aber hier ist es ganz deutlich sichtbar, weil es weniger Rollen für Frauen gibt.

Solche Stücke, wie das von Bungarten, mit umgekehrtem Verhältnis, also mit drei Frauen und zwei Männern, sind wichtig. Wobei ich in diesem Stück nicht nur die Frauenrollen als besonders empfinde, sondern alle fünf Rollen sind Glanzrollen, wenn man das Wort benutzen möchte. Die gehören alle zusammen.

Im Grunde müsste man das System ändern. Es gibt viele, die was dafür tun. Ob es eine Lösung ist, jetzt Männerrollen einfach per se mit Frauen zu besetzen, und dann wird es schon, glaube ich nicht. Das finde ich falsch. Natürlich laufen Stücke, in denen so ein Rollentausch gut funktioniert. Aber da geht es für mich weniger darum, ob Frauen versuchen, Männer zu sein oder umgekehrt. Sondern darum, dass Frauen oder Männer die Figuren spielen unabhängig von Geschlecht. Wenn man so arbeitet, dann geht man auf eine andere Ebene.

akzent: Bungarten sagt, sie experimentiere gerne mit Sprache und Genres und habe das Stück zunächst im Genre des „film noir“ angesiedelt. Also eher düster und zynisch?
Angelika Bartsch: Das Stück entbehrt nicht eines gewissen Zynismus, der auch mit Ironie erzielt wird. Das liegt bestimmt auch im Auge der Betrachter*innen, wie es rüberkommt. Wir wollen, dass es für die Zuschauer*innen ein Vergnügen wird, durchaus mit Tiefgang. Es geht um wichtige und ernste Themen, die auch jeden von uns berühren.

akzent: Bleibt den Zuschauer*innen am Ende das Lachen im Hals stecken?
Angelika Bartsch: Nein, das glaube ich nicht. Mein Ziel ist, dass ich es hinbekomme, dass sich die Zuschauenden in einigen Szenen wiedererkennen und dann über sich selbst lachen.

akzent: Wäre Okinawa, der Ort im Stück, an dem die Menschen uralt werden, auch ein Sehnsuchtsort für dich im richtigen Leben?
Angelika Bartsch: Ob es erstrebenswert ist, ewig zu leben? Ich weiß nicht. Wir sollten lieber den Ort, an dem wir sind, lebenswerter machen. Dass die Zeit, die wir da sind, besser ist, als es jetzt der Fall ist.  Da halte ich mehr von als von irgendeinem Fantasiekonstrukt. Gut, da kann man von träumen, aber Träume müssen auch Träume bleiben. Wenn alle Träume erfüllt werden, hat man nichts mehr, wonach man streben kann. Ich möchte nicht für immer jung sein müssen. Ich werde entweder 97 oder 103 Jahre alt, das habe ich mit zwölf Jahren beschlossen und irgendwie halte ich mich daran fest. Das rührt wohl daher, dass meine Omas so alt geworden sind.

akzent: Wenn du dann tatsächlich so alt wirst, musst du dir in Sachen Gedächtnistraining bestimmt keine Gedanken machen. Bei dem Pensum, das du immer wieder auswendig lernen musst.
Angelika Bartsch: Ich habe ein gutes Rezept fürs Training der grauen Zellen: Nach dem Aufstehen sofort ein Kreuzworträtsel. So blöd das klingen mag, aber das habe ich auch von meinen Omas abgeschaut, und meine Mutter hat das irgendwann auch angefangen und meinte, das sei Hirntraining, und sie hat recht. Ich habe meine besondere Methode: draufgucken und assoziativ lösen. Und ich mach Kreuzworträtsel immer mit dem Ziel, möglichst ganz schnell das Lösungswort zu haben. Der Rest interessiert mich dann gar nicht mehr.

akzent: Svenja Viola Bungarten ist eine engagierte, politisch denkende Autorin. Sie hat das Kollektiv „DIE ANTAGONIST*INNEN“ mit gegründet – ein wie es heißt „schreibendes, zynisches, feministisches, kriminelles, magisches Kollektiv“. War das auch mit ein Anreiz für dich, die Rolle zu übernehmen?
Angelika Bartsch: Nein, denn ich kannte die Autorin noch nicht. Als Karin Becker mich anrief und fragte, ob ich Lust hätte, die Rolle zu übernehmen, hat sie mir das Stück geschickt. Das hat mich fasziniert von der Art, wie es geschrieben ist. Und je länger und intensiver ich mich jetzt damit beschäftige, desto besser gefällt es mir.

akzent: Ich habe das gefragt, weil du dich ja auch für den schauspielenden Nachwuchs eingesetzt hast, warst Dozentin an der Schauspielschule und später an der Theaterschule in Köln.
Angelika Bartsch: Ja, das stimmt, aber das war zu einer Zeit, da hat Frau Bungarten noch nicht geschrieben. Aber es stimmt, wenn man an einer Schauspielschule unterrichtet, recherchiert man ganz anders. Da ist es so, dass man andere Stücke kriegt und auch mitkriegt. Aber, wenn man selbst als Schauspielerin arbeitet, dann hast du das vor dir, was du vor dir hast und damit setzt du dich auseinander. Meistens gehört beim Arbeiten an Stücken auch Sekundärliteratur dazu oder die Beschäftigung mit anderen Stücken der Autor*innen.

akzent: Wie gefällt es dir in Konstanz? Du verbringst sogar den Jahreswechsel hier.
Angelika Bartsch: Ja genau, es gibt an Silvester sogar zwei Vorstellungen. Mir gefällt es hier sehr gut. Ich liebe Konstanz, und der Bodensee ist ein Traum. Ich verlaufe mich allerdings gerne, das Gassengeflecht ist schon sehr mittelalterlich. Ich finde es auch schön, dass man übers Wasser muss, das sind dann für mich fast verschiedene Welten, wenn man aus der Altstadt über den Rhein in einen atmosphärisch ganz anderen Stadtteil kommt.

akzent: Wie sind deine Pläne für 2023?
Angelika Bartsch: Bis 20. Januar bin ich in Konstanz. Danach ist Wiederaufnahme am Schauspiel in Frankfurt, ein Stück, das wegen Corona verschoben werden musste. Dadurch hatte ich Zeit für meinen Gastauftritt in Konstanz. Da spiele ich in einer Uraufführung von einer gehypten Dramatikerin, Anja Hilling, in „Liberté oh no no no“, sehr durchgeknallt, und es kommt besonders beim jungen Publikum sehr gut an. Danach kommt der vierte Dortmund-Tatort, in dem ich durchgängig die Oma spiele. Dann habe ich auch einen Piloten gedreht für eine neue ZDF-Serie. Und danach weiß ich noch nicht, was kommt.

akzent: Vielen Dank für das Gespräch. Ich freue mich sehr, dich bald in der Spiegelhalle auf der Bühne zu sehen und bin gespannt auf „Tot sind wir nicht“.

ab 16.12. | „Tot sind wir nicht“
Theater Konstanz – Spiegelhalle
Hafenstr. 12
D-78462 Konstanz
www.theaterkonstanz.de

Text: Stefanie Göttlich
Beitragsbild: (c) Ralph Nitz