Wer bei uns den Wasserhahn aufdreht, bekommt zum Glück immer Trinkwasser der besten Qualität. Das ist auch aktuell nicht anders. Trotz Coronavirus ist die Versorgung mit Trinkwasser weiterhin sicher.

Aufbereitungsanlage Sipplinger Berg

So bestätigt die Bodensee Wasserversorgung, dass sie das Trinkwasser auch auf Viren überwacht und kontrolliert und versichert in ihrer Pressemitteilung vom 16.03. , „Nach wie vor entspricht es in jeder Hinsicht den strengen Qualitätskriterien der Trinkwasserverordnung und damit höchsten Ansprüchen. … Durch die leistungsstarke Aufbereitungsanlage der Bodensee-Wasserversorgung werden unerwünschte Mikroorganismen und Viren aus dem Rohwasser sicher entfernt und unschädlich gemacht“.

Quellbecken

„Die Anforderung der deutschen Trinkwasserverordnung, dass Trinkwasser frei von Krankheitskeimen sein soll, wird in Deutschland seit vielen Jahren eingehalten. Diese gilt neben Bakterien auch für alle Arten von Viren und damit auch für den Coronavirus“, sagt auch Wolfgang Fettke, Leiter des Bereichs Trinkwasser bei den Stadtwerken Konstanz in der Pressemitteilung vom 19.03.. Er versichert, dass alle notwendigen Maßnahmen getroffen wurden, um den Schutz der Mitarbeiter, die einwandfreie Qualität des Trinkwassers sowie die Versorgungssicherheit jederzeit zu gewährleisten und betont, „Wir sind uns als Versorgungsunternehmen der großen Verantwortung gegenüber unseren Kunden, die wir mit Trinkwasser beliefern … , in besonderem Maß bewusst“.

Seewasserwerk der Stadtwerke Konstanz

Auch andere Experten bestätigen, dass die Gefahr der Infizierung über das Trinkwasser sehr gering ist. Die Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein (AWBR) weist in ihrer aktuellen Pressemitteilung ebenfalls darauf hin, dass das Trinkwasser sicher und geschützt ist und eine Übertragung des neuartigen Coronavirus nach derzeitigem Wissensstand vor allem über den direkten Kontakt zwischen Personen oder kontaminierte Flächen erfolgt. Als gemeinnützige, transnationale Vereinigung von ca. 70 Wasserversorgungsunternehmen aus der Schweiz, Österreich, dem Fürstentum Liechtenstein, Frankreich und Deutschland versorgen die Mitgliedswerke der AWBR im Einzugsgebiet der Alpenseen, des Bodensees, der Aare und des Rheins täglich mehr als 10 Millionen Menschen mit Trinkwasser .

Die Stadtwerke Konstanz verweisen auf das bereits vor Jahrzehnten in der Trinkwasserversorgung eingeführte Multibarrieren-Prinzip, das ihrer Aussage nach eine sichere Grundlage darstellt, um wasserbedingte Epidemien zu verhindern. Sie erklären: „Unter dem Multibarrieren-Prinzip versteht man ein mehrstufiges System zum Schutz des Trinkwassers bestehend aus dem Ressourcenschutz, so dem Ausweisen von Wasserschutzgebieten, der Wassergewinnung, Wasseraufbereitung und Wasserverteilung. Diese Schritte erfolgen unter Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik sowie der fachgerechten Planung, Bau und Betrieb der Trinkwasserverteilung. „

Schließlich kommt auch das deutsche Umweltbundesamt (UBA) in seiner aktuellen Stellungnahme zu dem Ergebnis, „Trinkwasser gehört in Deutschland zu den am besten überwachten Lebensmitteln. Leitungswasser ist sehr gut gegen alle Viren, einschließlich des neuartigen Coronavirus, geschützt und kann bedenkenlos getrunken werden. Die Trinkwasseraufbereiter sorgen in einem mehrstufigen Verfahren dafür, dass möglichst alle Krankheitserreger und Schadstoffe aus dem Wasser entfernt werden“. (sg)

Umweltbundesamt | Bodensee Wasserversorgung | Stadtwerke Konstanz | Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein 

Text: Stefanie Göttlich, Fotos: (1) Jacek Dylag, (2 + 3) Bodensee Wasserversorgung, (4) Stadtwerke Konstanz