CH – Ermatingen | Der Umuntu-Wasserfilter soll die Welt verändern, und das aus dem (laut Eigenwerbung) „langweiligsten Ferienort der Schweiz“ heraus.

Ausgangspunkt von Fabio Hüthers, 23, Gründer & CEO von Umuntu, Forschungen für die Entwicklung des Wasserfilters war der Verlust seines afrikanischen Patenkindes durch verunreinigtes Wasser (akzent berichtete). Denn verunreinigtes Trinkwasser ist hier am See vielleicht weniger, in vielen Regionen der Welt aber durchaus ein großes Problem.

So ist die Mission von Umuntu entstanden, sauberes Wasser potentiell jedem Menschen zugänglich zu machen. Kernstück dieses Ziels ist der von Hüther entwickelte Wasserfilter, basierend auf einem neu entwickelten Filtermembran-System, das über 520 Fremd- und Schadstoffe zu 99 Prozent herausfiltert – inklusive Mikroplastik, Glyphosat, Nitrit und Nitrat – und damit deutlich leistungsfähiger ist als andere Systeme (siehe unten).

Das Besondere an Umuntu ist der nachhaltige Geschäftsmodellansatz, denn neben dem klassischen Business gibt es das Umuntu Movement. Dreißig Prozent des Gewinns aus dem Wasserfilter-Business gehen in das Movement, das derzeit weltweit über 20 Hilfsprojekte koordiniert – von „sauberem Wasser“ über Bildung bis zu Umweltschutz, immer unter dem Leitsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“. Diese Kombination kommt international gut an: Das Geschäftsmodell wurde 2018 unter anderem mit dem SEAL Award für besondere Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen als eines von zwölf Unternehmen weltweit ausgezeichnet.

„Die Umuntu-Water-Quality hat aber nicht nur einen Reinheitsaspekt, sondern ist vor allem auch ein Genussfaktor“, erklärt Fabio Hüther. Denn das Umuntu-Wasser zeichnet sich durch ein besonders weiches Mundgefühl aus. „Der Konsumententrend geht ja zu nachhaltigen und vor allem zuckerfreien, wohlschmeckenden Getränken. Und auch die Gastronomie hat mit unserem Wasser die Möglichkeit, den Kunden ein Premiumprodukt anzubieten und das eigene Angebot aufzuwerten.“

„Wir sind stolz auf unsere Bodenseewurzeln. Aber genauso spannend ist es zu sehen, wie sich die Dinge überregional und sogar international entwickeln“, erläutert Björn Gross, der seit August 2018 den Umuntu-Gründer als Deputy-CEO unterstützt und mitunter das internationale Co-Working-Network organisiert. „Wir sind im Gegensatz zu anderen Firmen dezentral aufgestellt und organisieren uns kooperativ als Netzwerkmanagement, ganz im Sinne der Wirtschaft 4.0.“

Das kommt beim privaten Nutzer genauso an wie beim Gewerbe. „Wichtig ist auch, dass Umuntu einfach und nahtlos bei unseren Kunden einsatzfähig ist und so bei Unternehmen auf deren eigene Öko-Bilanz einzahlt“, erklärt Björn Gross. „Denn der Filter selbst ist nachhaltig produziert, das Endprodukt sauberes Wasser steigert die ökologischen Aspekte des Kundenproduktes. Und weil Nachhaltigkeit aktuell der am stärksten wachsenden Treiber für ein positives Markenimage ist, liefern wir über unser eigentliches Produkt hinaus einen relevanten Mehrwert, denn 70 Prozent der Endkonsumenten achten beim Kauf auf Nachhaltigkeit.“ Kein Wunder, dass dies auch so manche Preis-Jury „ausgezeichnet“ findet.

www.umuntu.ch

Das Umuntu Filtersystem

  • Das physikalische Umuntu-Filtrationsverfahren filtert mehr Schadstoffe als biochemische Verfahren.
  • Langlebigerer Filter als bei Aktivkohle – das macht Umuntu wartungsärmer, Ressourcen schonender und länger haltbar.
  • Um 50 Prozent geringere Betriebskosten als bei vergleichbaren Produkten.
  • Im Vergleich zu Umkehr-Osmose oder Destillationsanlagen verbraucht Umuntu bis zu 50 Prozent weniger Energie und Wasser.
  • Umuntu ist hygienischer als biochemische und Destillations-Filtersysteme, weil die Filter permanent durchgespült und die gefilterten Rückstände direkt dem Abwasser zugeführt werden.

Text: Markus Hotz