Otobong Nkangas künstlerische Praxis umfasst Tapisserie, Zeichnung, Fotografie, Installation, Video und Performance. Sie beschäftigt sich mit den komplexen Beziehungen zwischen Menschen, Umwelt, Geschichte und Strategien der Wiedergutmachung. Gerade in einer von drängenden Klimaproblemen und Krisen geprägten Zeit ist eine Ausstellung dieser Thematik von großer Bedeutung.

Nkanga versteht „Land“ als geologische und darüber hinaus als eine umfassende Kategorie, die mehr als den bloßen Boden, kartographierte Territorien und Erde einschließt. Sie richtet den Blick auf die Verfahrensweisen, die einem System dienen, in dem Rohmaterialien regional abgebaut, technologisch verarbeitet und weltweit vertrieben werden. Von diesem Ausgangspunkt aus verfolgt sie, wie systematische Ausbeutung, eine Kultur des Materiellen und das Erzeugen von Begehren mit der Neuverteilung von Macht und Wissen eine Verbindung eingehen.

23.10.21 – 06.02.22 | Otobong Nkanga
Kunsthaus Bregenz
Karl Tizian Platz
6900 Bregenz
www.kunsthaus-bregenz.at