D – Konstanz | Ein Stück, das kein Theater spielen und kein Publikum sehen will. So beschreibt Autor Wolfgang Borchert selbst sein einziges, innerhalb von nur acht Tagen niedergeschriebenes Stück. „Draußen vor der Türe“ hat im Januar Premiere.

Soldat Beckmann kommt endlich nach Hause. Aber nichts ist mehr, wie es einmal war. Beckmann ist eine weit über die geschichtliche Verortung hinausweisende, moderne Figur, die, von der Welt vollkommen entfremdet, an der zerstörerischen Macht des Krieges scheitert. Er ist einer von vielen, die nach Hause kommen und die doch nicht zu Hause ankommen. Er bleibt stecken: Draußen, vor der Tür – zwischen Leben und Tod, zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Zudem gibt es im neuen Jahr zwei Wiederaufnahmen: Am 11.01. kommt „Judas“ zu Wort. Seit zwei Jahrtausenden ist Judas der Anti-Held per se. In ihm verachtet das Abendland sich selbst, wie es sich in seinem Heiland verehrt. Am 27.01. bringt die Rock-Oper „Jesus Christ Superstar“ (Bild) die Passionsgeschichte voller menschlicher Träume und Abgründe auf dem schmalen Grat zwischen Glauben und Fanatismus auf die Bühne – Ohrwürmer inbegriffen.

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Fotos: Theater Konstanz/Bjørn Jansen