Wegen hoher Nachfrage: Zwei Zusatzvorstellungen von „Wie jede andere hier“ am Theater Konstanz
„Was verbirgt sich hinter dem Namen der Spiegelhalle?“ Mit Hilfe der Initiative „Stolpersteine für Konstanz“ ist das Theater Konstanz auf einen besonderen Text gestoßen: Die persönlichen Erinnerungen von Margot Spiegel, die sie unter dem Titel „Mein Leben in Deutschland vor und nach dem 30. Januar 1933“ aufgeschrieben hat. Vom Aufwachsen so nah zur Schweizer Grenze, vom Leben in einer jüdischen Familie in der Bahnhofstraße, dem Schulalltag in der Mädchen-Oberrealschule (dem heutigen Ellenrieder Gymnasium) und von Freundschaften. Margots Beobachtungen der Geschehnisse nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten sind genau, scharfsinnig und verlassen doch nie ihre persönliche Perspektive, die immer mehr die einer Ausgegrenzten wird. Die Schweizer Autorin Viola Rohner hat für das Theater Konstanz daraus ein Theaterstück geschrieben, das mehr will als nur dokumentieren. Es will mit den Mitteln des Theaters lebendig werdende Erinnerung schaffen – gegen das Vergessen. Wie hat Margot die Ausgrenzung erlebt? Was hat es für sie bedeutet, ihr Land, ihre Familie zu verlassen? Wie konnte sie weiterleben, nachdem sie erfahren hat, dass ihre Mutter, ihr Vater und ihr Bruder nach Gurs und Auschwitz deportiert und ermordet wurden?
Aufgrund der hohen Nachfrage zeigt das Theater Konstanz zwei weitere Vorstellungen von „Wie jede andere hier“ am Samstag, 07.02. (20 Uhr) und Sonntag, 08.02. (18 Uhr) 2026. Die Tickets sind ab sofort auf www.theaterkonstanz.de und an der Theaterkasse im KulturKiosk in der Wessenbergstr. 41 in Konstanz erhältlich.
BILDER: Ilja Mess