CH – Kreuzlingen | 60 Jahre Malerei, mehr als 5000 Gemälde, eine nach ihm benannte Kunstrichtung und eine unglaubliche Fülle an Zukunftsvisionen. Das ist kurz gesagt Kurt Lauer. Jetzt zeigt der Maler eine Jubiläumsausstellung in der Seeburg – 50 Jahre nachdem er dort sein erstes Atelier bezog.

„Gfallts inne, des chönnet si ha. S’choscht nünt – aber schaffe mont sie.“ Mit diesen Worten überließ 1968 der damalige Stadtammann von Kreuzlingen dem Jungkünstler Kurt Lauer drei Räume in der Seeburg. Noch heute ist er dankbar, dass er dort über zehn Jahren malen durfte. „Es war für mich eine futuristische Abschussrampe in den künstlerischen Weltraum“, so Kurt Lauer. Dank ihr hat er sein künstlerisches Ich, den Lauerismus, gefunden. Ein Redner auf der Vernissage seiner ersten großen Ausstellung prägte den bis heute verwendeten Begriff. Er ist am besten zu umschreiben mit abstraktem Surrealismus. Er möchte die Betrachter mit Fantasie fordern zu denken, wobei er aber nicht das Werk verstanden haben möchte. Denn: „Da gibt’s nix zu verstehen“, schmunzelt der Meister. Er ist stets geleitet von seinen Zukunftsvisionen, da er es als bedeutender ansieht, etwas zu malen, was es (noch) nicht gibt. „Mein Kopf brennt im Jahr 3018!“

Und seine futuristischen Idden hören auch nicht am Rande der Leinwand auf. Im Rahmen der Ausstellung hat er Matias Bollinger vom Restaurant Seeburg inspiriert, ein ArtDinner anzubieten: vier Gänge in vier Farben. Bunt wie der Frühling. Dazu gibt es zwischen den Gängen Live-Musik von Kurt Lauer selbst, der den Dixie-Jazz ebenso beherrscht wie die Malerei.

Vernissage mit Kurt Lauers 1-Mann-Jazz-Blasorchester 01.05., 17.33 Uhr | Ausstellung 01.-31.05., mittwochs 14-16 Uhr Kurt Lauer malend anwesend | ArtDinner 27.05., ab 18.01 Uhr
Restaurant Schloss Seeburg | Seeweg 5, CH-8280 Kreuzlingen | +41 (0)71 688 40 40 | www.schloss-seeburg.ch, www.kurtlauer.ch

Text & Fotos: Tanja Horlacher